Bezirk beseitigt illegale Sammelbehälter

Tempelhof-Schöneberg. Die CDU hat Druck gemacht. Ordnungsstadtrat Oliver Schworck (SPD) hat gehandelt: Illegale Altkleidercontainer sind verschwunden.

Die bezirkliche Straßenverkehrsbehörde und die BSR haben in einer gemeinsamen Aktion 168 dieser Sammelbehälter beseitigt. 400 Container waren aufgelistet. Vermutlich standen früher etwa 800 illegale Behälter im Bezirk herum. Bis auf 30 Sammelbehälter, die BSR-Mitarbeiter beim Reinigen der Straßen noch entdeckt haben, ist Tempelhof-Schöneberg nun containerfrei.

Denn die „Aufsteller“ hätten auch Container entfernt, die nicht auf der Liste standen, so Stadtrat Schworck. Schließlich droht den Firmen für das illegale Aufstellen ein empfindliches Bußgeld. „Die Aufsteller werden diesen Bezirk künftig meiden, meint Oliver Schworck.

Die Abräumaktion hat das Bezirksamt nichts gekostet, bis auf den Aufwand für den dafür abgestellten Mitarbeiter und das Büro, in dem er sitzt. Die Abholer der kassierten Altkleidercontainer sind genötigt, sie auszulösen. Bezirksamt und BSR teilen sich den Betrag. Zu gern hätte Stadtrat Oliver Schworck die Container verschrotten und ihren Inhalt vernichten lassen. Dazu ist es aber nicht gekommen.

Befeuert von einem jüngst gefassten BVV-Beschluss will der Ordnungsstadtrat bis zu den Sommerferien auch die noch verbliebenen 30 Container beseitigen lassen. Das Rechtsamt ist mit einer Prüfung beauftragt, weil die rechtliche Situation hier etwas anders liegt. Die Behälter stehen nämlich entweder in „Niemandsland“, beispielsweise auf einem Grünstreifen zwischen eingezäumtem Schulgrundstück und Gehweg, oder auf privatem Grund, der etwa Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften gehört. Mit ihnen will Oliver Schworck zum Thema demnächst in Kontakt treten.

Das Tempelhof-Schöneberger Konzept stößt bei den übrigen Bezirken auf großes Interesse. In zwei weiteren Bezirken ist es laut Schworck bereits umgesetzt worden. Nach wie vor können Bürger in Tempelhof-Schöneberg wilde Altkleidercontainer melden:  902 77 34 60. Ihre Beseitigung werde Daueraufgabe des Ordnungsamts bleiben, versichert der Stadtrat – auf jeden Fall bis Ende dieses Jahres. KEN
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