Bezirksverordnete planen Wohnungen für die Hohenstaufenstraße

Schöneberg. Für die Idee der autogerechten Stadt in den 60er-Jahren waren viele Häuser in der Hohenstaufenstraße abgerissen worden. Die Bezirksverordneten planen nun eine "Stadtreparatur" für mindestens 200 neue Wohnungen.

Vor allem auf der nördlichen Seite zwischen der Eisenacher und der Münchener Straße rollten seinerzeit die Abrissbagger. Nur ein einziges Haus blieb damals stehen. Eine stark verbreiterte Hohenstaufenstraße sollte Hohenzollerndamm und Yorckstraße verbinden.

Angesichts dringend benötigter neuer Wohnungen in der wachsenden Stadt Berlin sind solche Herangehensweisen längst Schnee von gestern. Schrittweise sollen nun Flächen für den Wohnungsbau erschlossen werden. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) fasste einen entsprechenden Beschluss auf Initiative der SPD-Fraktion.

In einem ersten Schritt ist vorgesehen, für das Areal östlich der Martin-Luther-Straße einen Bebauungsplan aufzustellen. Geplant ist, die Ecken an der Eisenacher und der Martin-Luther-Straße zu bebauen und das Grundstück des "Juxirkus" für Kinder und Jugendliche als sozialen Campus dauerhaft zu sichern.

Komplizierter ist es westlich der Martin-Luther-Straße. Um hier Wohnhäuser zu bauen, müsste nach Ansicht der BVV nicht nur die Straße teilweise zurückgebaut werden. Auch die Verlegung unterirdischer Leitungen wäre notwendig. Deshalb müssen erst Sondierungsgespräche mit den Beteiligten geführt werden. Die SPD werde auf einen hohen Anteil bezahlbarer Wohnungen drängen, kündigte ihr stadtentwicklungspolitischer Sprecher Christoph Götz an.


Karen Noetzel / KEN
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