Cheruskerdreieck an der Torgauer Straße eingeweiht

Wie dreht man am großen Rad? Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz und Baustadtrat Daniel Krüger probierten eines der installierten Spielgeräte aus. (Foto: KEN)

Schöneberg. Begleitet von einem kleinen Regenguss wurde vor einigen Tagen ein weiteres Teilstück der Schöneberger Schleife eröffnet: das Cheruskerdreieck und ein Spielplatz an der Torgauer Straße.

Was früher zum Gelände der Gasag gehörte, das ist heute eine eingefriedete, sanft abfallende Rasenfläche mit Sandwegen, einem Aussichtsplatz, Fitness-Geräten für alle Generationen, einem Boule-Platz, Zierbüschen und einem üppigen Rosenbeet. Auf der gegenüber liegenden Seite der Torgauer Straße wurde ein Spiel- und Bolzplatz angelegt. Die Planung und die Bauleitung lagen beim Berliner Stadt- und Landschaftsplanungsbüro Topos, die Arbeiten führte die Landschaftsbaufirma Grünblick aus.

"Die Schöneberger Schleife ist eine Erfolgsgeschichte", sagte Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen). Die Stadtentwicklungsstadträtin hat die für Hunde gesperrte Parkanlage gemeinsam mit Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) der Öffentlichkeit übergeben.

Eine Erfolgsgeschichte deshalb, weil sie den Menschen, die hier wohnen, Freizeit ermögliche und Autoverkehr vermeide, so Klotz. Wie Stadtrat Krüger anmerkte, wird die Torgauer Straße im Bereich der Grünanlage demnächst für den motorisierten Verkehr gesperrt. Nur Fußgänger und Radfahrer dürfen sie benutzen. "Das war eine der zentralen Forderungen der Bürger in Zusammenhang mit der Entwicklung des Euref-Geländes", sagte der Baustadtrat.

Wie Sibyll Klotz anmerkte, folge der Bezirk sowohl mit dem kleinen Cheruskerdreieck als auch mit der gesamten Schleife einer Empfehlung des Landes Berlin zur Verringerung schädlicher Emissionen: vorhandene Grünflächen zu schützen, sie neu zu gestalten und auszubauen. Dort, wo kein Grün vorhanden sei, könne maßvoll gebaut werden. "Denn Menschen kommen in die Stadt. Sie brauchen eine Wohnung."

Die Gesamtkosten für das Cheruskerdreieck in Höhe von 1,2 Millionen Euro wurden aus dem Bund-Länder-Förderprogramm Stadtumbau West finanziert. Das Anlegen des kleinen Parks hat rund 500 000 Euro gekostet. Teurer war da das Abräumen von Altlasten am ehemaligen Gewerbestandort: es verschlang 671 000 Euro. Da die Zusammenarbeit von Stadtentwicklungsamt und Bau-Abteilung nach den Worten von Stadtrat Daniel Krüger "reibungslos funktioniert" habe, liegt der Bezirk nun beim Bau der gesamten Schöneberger Schleife voll im Plan. Der lang gestreckte Park soll bis Ende des Jahres fertig sein.


Karen Noetzel / KEN
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