DGB präsentiert Pläne für Neubau des Schöneberger Gewerkschaftshauses

Viel Glas an der Fassade hat der Entwurf des Architekturbüros Ortner & Ortner Baukunst. Foto: Ortner & Ortner (Foto: Ortner & Ortner)
Berlin: Gewerkschaftshaus |

Schöneberg. Der Deutsche Gewerkschaftsbund wird Bauherr. Auf dem eigenen Grundstück der Gewerkschafter in Schöneberg entsteht eine neue Zentrale.

An der Ecke Kleist- und Keithstraße soll ab Sommer 2018 für annähernd 80 Millionen Euro ein offenes, lichtdurchflutetes, filigranes Gebäudeensemble entstehen: sechsgeschossig die Riegelbauten an Kleist- und Keithstraße, 14-geschossig das Hochhaus. Nach dem Entwurf des Architekturbüros „Ortner & Ortner Baukunst“, Sieger eines Gutachterwettbewerbs, wird sehr viel Glas in der Betonfassade verbaut. Laut der Architekten Markus Penell und Florian Matzker orientier sich der Neubau in seiner Formensprache am Dorland-Haus von Rolf Gutbrod und am Gebäude von Hans Soll in der Nachbarschaft.

Der Komplex werde "zum neuen Mitspieler an der Magistrale zur City West“, so Penell. Die Architekten erhoffen sich durch ihr DGB-Gebäude mehr städtebauliche Attraktivität zwischen Wittenberg- und Nollendorfplatz

„Was im Inneren passiert“, wie es Stefan Körzell vom DGB-Bundesvorstand formuliert, wird jetzt im Detail ausgearbeitet. Fest steht aber: Es wird keine Großraumbüros geben. In die geplanten 350 Büros auf einer Fläche von 13 000 Quadratmetern werden 200 DGB-Beschäftigte vom Noch-Standort am Hackeschen Markt, 120 Mitarbeiter des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg und die bisherigen Mieter des alten Gewerkschaftshauses einziehen. Die neue Zentrale wird über vier Säle, einen 500 Quadratmeter großen Innenhof, eine öffentlich zugängliche Kantine und zwei Gewerbeeinheiten mit 200 Quadratmetern Fläche verfügen.

Das 1964 errichtete Gewerkschaftshaus an der Keith- und Kleiststraße habe „Geschichtsträchtiges auf dem Buckel“, erläutert Körzell, entspreche aber nicht mehr heutigen Energieeinsparungsstandards und Brandschutzvorschriften. Eine Sanierung sei aus Kostengründen nicht infrage gekommen. Und die Räume am Hackeschen Markt sind teuer angemietet. Für die Übergangszeit ist nach „intensiver Suche“, so Gottfried Feichtinger, Geschäftsführer des DGB-Bauträgers, der VTG Vermögensverwaltungs- und Treuhand-Gesellschaft, ein Ausweichquartier am Kapweg in Wedding gefunden worden. Die Büchergilde Gutenberg zieht in ein Ladengeschäft in der Welserstraße. KEN
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