Investor plant 130 Eigentumswohnungen an der Kurfürstenstraße

Schöneberg. Jahrelang war das Grundstück an der Ecke Kurfürsten- und Else-Lasker-Schüler-Straße eine Brache. Ein Investor will dort 130 Wohnungen bauen.

Das Projekt heißt vorläufig "K 136" für Kurfürstenstraße 136. Auf dem Grundstück stand einst die nach 1918 neu gebildete polnische Gesandschaftskanzlei in Berlin. Das Konsulat lag direkt daneben. Nach einer öffentlichen Ausschreibung der Republik Polen hat der Projektentwickler, der gleichzeitig Bauherr ist, im Juni das heute unbebaute Grundstück in der Kurfürstenstraße 136/ 137 und in der Else-Lasker-Schüler-Straße 2, 4 und 8 erworben.

Das Berliner Büro Klaus Theo Brenner präsentierte im Stadtentwicklungsausschuss seine Pläne für den Neubau auf einer Fläche von 3438 Quadratmetern. Wie ein hoch aufragender Schiffsbug schiebt sich der Komplex in den Platz, den die beiden Straßen bilden. Er besteht aus aneinander gefügten Häusern, deren Höhe gestaffelt ist.

Entstehen sollen bis zu 130 Eigentumswohnungen mit Größen zwischen 50 und 120 Quadratmetern. Dem Hochparterre sind Gärten vorgelagert. Einzig am Platz, dessen Neugestaltung vielleicht "nachgeschaltet" wird, soll ein Café oder Restaurant ins Erdgeschoss einziehen. Im Untergeschoss will der Projektentwickler eine Tiefgarage mit rund 95 Stellplätzen, einer Ladestation für Elektro-Autos und Pedelecs sowie 180 Fahrradstellplätze bauen, die sich bis unter den öffentlichen Spielplatz an der Else-Lasker-Schüler-Straße erstreckt. Der Spielplatz soll auf Kosten des Investors neu gestaltet und an den Bezirk übertragen werden.

Der Investor hofft, dass das Projekt gelingt und "bürgerliches Wohnen" wieder möglich wird. Die Kurfürstenstraße ist Berlins bekanntester Straßenstrich. Allerdings tut sich in der Umgebung etwas. So sind auf dem Parkplatz von Möbel Hübner in der Genthiner Straße ebenfalls Wohnungen geplant. Und auf einem Grundstück an der Frobenstraße baut eine Baugruppe aus dem künstlerisch-kreativen Bereich in "akzentuierter Architektur", berichtete Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Bündnis 90/Grüne).

Baubeginn ist, wenn 35 Prozent der Wohnungen verkauft sind. Sollte das nicht funktionieren, werden sie vermietet.


Karen Noetzel / KEN
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