Konzerntochter der Bahn zieht auf den Euref-Campus

Ein gläserner Turm auf eiförmigem Grundriss: das Campus-Haus-14 auf dem Euref-Gelände. (Foto: REM+tec)

Schöneberg. Im Februar haben die Bauarbeiten für den zweiten Neubau auf dem Gasometer-Areal begonnen. Nun konnte der Berliner Immobilien-Projektentwickler Euref für sein Campus-Haus 14 Richtfest feiern.

Im künftigen "green building" entstehen bis Herbst 2015 auf rund 7000 Quadratmetern Fläche hochwertige Büroräume. Ein Mieter für das gesamte gläserne Gebäude auf einem eiförmigen Grundriss, das von der Planung bis zum Betrieb dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit folgt, ist auch schon gefunden. Es ist die Deutsche Bahn International GmbH.

Das internationale Ingenieur- und Beratungsbüro der Bahn zieht mit 250 Mitarbeitern auf den Büro- und Wissenschaftscampus, der sich seit 2007 zu einem Quartier für Unternehmen aus den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Mobilität entwickelt.

"Das innovative Umfeld, die gute Verkehrsanbindung sowie die Ökologie des Hauses, die im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie des DB Konzerns und dem ökologischen Verkehrsträger Schiene steht, haben uns die Entscheidung für diesen Standort leicht gemacht", lobt Niko Warbanoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB International.

"Mit der Ansiedlung der Deutschen Bahn haben wir einen Mieter gefunden, der mit seiner langjährigen und internationalen Expertise die Unternehmens- und Forschungslandschaft unseres Euref-Campus bereichern wird", sagte Euref-Vorstandsvorsitzender Reinhard Müller während des Richtfests.

Für Klaus Wowereit war es das letzte Richtfest im Amt als Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er würdigte die Bedeutung des Projekts für die Entwicklung Berlins zu einer "Smart City", einer Stadt, die für technologischen Fortschritt und soziale Inklusion stehen will. Gleichzeitig kritisierte er das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. An die Bürgermeisterin Angelika Schöttler und die Stadträte Oliver Schworck und Daniel Krüger gewandt sagte Wowereit, in Teilen der Verwaltung mangele es an Unterstützung für das Euref-Projekt.

Auf dem rund 5,5 Hektar großen Areal an der Torgauer Straße entsteht eine kleine "intelligente Stadt der Zukunft". Der Euref-Campus erfüllt schon heute die Klimaziele der Bundesregierung für 2050. Dafür sorgen unter anderem eine Energieversorgung, die so gut wie kein Kohlendioxid produziert, energetisch modernisierte Gebäude, die Nutzung von Elektrofahrzeugen als Energiespeicher und die Kooperation mit der Technischen Universität Berlin. In nicht allzu weiter Ferne sollen auf dem Campus rund 6000 Menschen arbeiten und forschen. Heute sind es bereits 1400 Beschäftigte.


Karen Noetzel / KEN
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