Spatenstich für Krankenhausneubau des Auguste-Viktoria-Klinikums

Gruppenbild mit Dame: Vivantes-Chefin Andrea Grebe eingerahmt von Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (l.) und Gesundheitssenator Mario Czaja (r.). (Foto: KEN)
Berlin: Auguste-Viktoria-Klinikum |

Schöneberg. Mit einem symbolischen Spatenstich hat der Berliner Gesundheitskonzern Vivantes den Baubeginn für einen Neubaukomplex entlang dem Grazer Damm gefeiert.

Auf dem Gelände des Auguste-Viktoria-Klinikums (AVK) sind auf rund 250 Metern Länge bis 2035 fünf neue, vier- bis fünfgeschossige Gebäude für OP-Säle, Intensivstation, Bettenstationen, Radiologie und Technik geplant. Das Krankenhaus erhält am Grazer Damm seinen neuen Haupteingang zum jetzt eher verwaisten Klinikpark.

In einem ersten Bauabschnitt entsteht bis voraussichtlich 2017 eine Technikzentrale. Sie wird unter den geplanten Neubauten eingerichtet. Die Baugrube ist neun Meter tief. Von hier aus erfolge unter anderem die Steuerung der Wasser- und Wärmeversorgung, so Vivantes-Pressesprecherin Kristina Tschenett. Erst nach Fertigstellung der Zentrale werde mit dem Bau der darüber liegenden Operationssäle und den Bettenstationen begonnen. Sie sollen 2020 in Betrieb gehen und in erster Linie von der Klinik für Urologie genutzt werden. Für den ersten Bauabschnitt nimmt Vivantes 40 Millionen Euro in die Hand. Der Bund fördert das Projekt, das Land Berlin ist mit zehn Millionen Euro aus dem Wachstumsfonds „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt“ (SIWA) dabei. Andrea Grebe, Vorsitzende der Vivantes-Geschäftsführung, nannte das gesamte Neubauvorhaben einen „großen Schritt“ und „Meilenstein“ für die Gesundheitsversorgung im Berliner Südwesten. Die ohnehin schon bestehende Hochleistungsmedizin werde dadurch qualitativ weiter entwickelt. „Wir investieren hier in eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten für die kommenden Jahrzehnte." Der geschäftsführende Direktor des AVK, Rolf Syben, sprach von einem „echten Sprung in die Moderne mit sehr funktional geplanten Strukturen“. Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) betonte, Berlins Krankenhäuser stellten beim ersten SIWA-Investitionspaket einen wichtigen Schwerpunkt dar. Insgesamt 110 Millionen Euro aus SIWA I fließen in die Kliniken und in die Universitätsmedizin.

Mario Czaja (CDU), Senator für Gesundheit und Soziales, rief das Jahrzehnt der Investitionen aus. „Mit der wachsenden Einwohnerzahl muss auch die Notfallversorgung mitwachsen.“ Die Erweiterung der Kapazitäten für die Intensivmedizin stärke die Notfallversorgung insbesondere in Schöneberg.

Das 1906 eröffnete Auguste-Viktoria-Klinikum hat rund 560 Betten. Dazu kommen 100 Betten in der Entwöhnungsklinik. Am Standort arbeiten annähernd 230 Ärztinnen und Ärzte sowie 460 Pflegekräfte. Eine herausragende Stellung nimmt das AVK als erstes und bisher einziges, klinisch maximal versorgtes Zentrum für künstliche Gelenke (Endoprothetik) in Berlin und Brandenburg und als Deutschlands größtes Behandlungszentrum für Menschen mit HIV und Aids ein. KEN
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