Verfahren zum Bebauungsplan am Innsbrucker Platz beginnt

Schöneberg. Der erste Schritt zur Bebauung des Güterbahnhofs Wilmersdorf ist getan. Im Ausschuss für Stadtentwicklung gab das Bezirksamt bekannt, dass der sogenannte Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst wurde.

Projektentwickler ist die Böag Beteiligungs-Aktiengesellschaft. Das Hamburger Unternehmen will rund 200 Millionen Euro auf dem 2010 erworbenen, sechs Hektar großen Areal am Innsbrucker Platz investieren. Der Schwerpunkt liegt gegenüber früheren Absichten nun bei Wohnbebauung. Vorgesehen sind rund 800 Wohnungen, dazu Einzelhandelsgeschäfte an der Hauptstraße. Rund ein Viertel der Wohnungen soll eine landeseigene Gesellschaft errichten. Die Böag hat in Berlin bereits das Gelände des früheren Reichsbahnausbesserungswerks in Tempelhof, heute Ikea, entwickelt. Im Vorfeld des Bebauungsplanverfahrens, das voraussichtlich bis zu zwei Jahre dauern kann, hatte der Bezirk gemeinsam mit den Hamburgern 2012 und 2013 eine öffentliche Perspektivenwerkstatt veranstaltet. Die dort entwickelten städtebaulichen Lösungsvarianten mündeten in einen Konsensplan. Der war Grundlage für eine im vergangenen Jahr durchgeführte Bürgerbeteiligung. Die mit der Öffentlichkeit erarbeitete städtebauliche Variante ist nun Basis der weiteren Planungen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat den Flächennutzungsplan für eine Wohnbebauung geändert.

Das Bauvorhaben ist das derzeit größte Wohnbauprojekt in Tempelhof-Schöneberg. Vom neuen Quartier erhofft sich der Bezirk eine positive Ausstrahlung auf den Innsbrucker Platz. Ihn nannte Christoph Götz, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV, "die städtebaulich schlimmste Problemzone des Bezirks".


Karen Noetzel / KEN
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