Wohnungslos zum Semesterstart: Internationale Masterstudenten der Technischen Universität suchen Unterkunft

Studieren unter einem Schöneberger Wahrzeichen: der Gasometer auf dem Euref-Campus von der Wilhelm-Kabus-Straße aus gesehen. (Foto: KEN)
Berlin: Euref-Campus |

Schöneberg. In diesen Tagen treffen Studenten aus aller Welt auf dem Euref-Campus ein. Sie haben Masterstudiengänge der Technischen Universität rund um das Thema Energie belegt. Doch viele haben noch keine Unterkunft.

Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft sind die Mietpreise für den durchschnittlichen Studenten in keiner deutschen Stadt so stark gestiegen wie in Berlin. Petra Mai-Hartung, Geschäftsführerin des Studentenwerks Berlin, sagte gegenüber rbb Inforadio, der Akademikernachwuchs soll auch außerhalb des Zentrums suchen. Tipps dafür gebe es unter www.stw.berlin/wohnen.html. Womöglich, lasse sich da noch etwas finden.

Zeit, eine Bleibe zu suchen, hatten die Euref-Masterstudenten aus den USA und Südamerika, aus Europa und Afrika nicht. Viele mussten sich zunächst einmal um Visa kümmern; eine häufig langwierige Angelegenheit.

Die Preise für Wohnraum habe angezogen, sagt auch Joachim Müller-Kirchenbauer. Der Vorsitzende der Ständigen Gemeinsamen Kommission mit Entscheidungsbefugnis (GkmE) für die weiterbildenden Masterstudiengänge im Rahmen des TU-Campus Euref ist wegen der akuten Wohnungsnot „seiner“ Masterstudenten alarmiert. In diesem Umfang sei ihm die Situation nicht bekannt gewesen, sagt er. Viel kann aber auch Müller-Kirchenbauer nicht tun. Es gebe keine Möglichkeit, Unterkünfte bereitzustellen. „Auf dem Euref-Campus gibt es keinerlei Wohnmöglichkeiten“ ergänzt Frank Behrendt von der gemeinnützigen TU-Campus GmbH. Die Gesellschaft stellt der TU auf dem Gelände an der Torgauer Straße die notwendigen Seminarräume und die dazugehörige Infrastruktur kostenlos zur Verfügung. Sie vermittelt Kontakte zu den ansässigen Unternehmen, damit Studierende Praktika absolvieren und Themen für ihre Abschlussarbeiten oder Projekte finden.

Die Studenten seien wohl gezwungen, Übergangslösungen zu finden, was „ins Geld gehen“ könne, sagt der GkmE-Vorsitzende. Der TU sei es aber ganz wichtig, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. So hat die TUBS GmbH, die für die verwaltungstechnische Abwicklung der disziplinübergreifenden, englischsprachigen Masterstudiengänge zuständig ist, einen Aufruf gestartet. Wer Wohnraum hat, kann sein Angebot mit Kontaktdaten an contact@master-in-energy.com schicken. TUBS leitet diese dann kostenlos und unverbindlich an die ankommenden Studierenden weiter.

Müller-Kirchenbauer betont, dass es sich bei den Euref-Studenten nicht um Erstsemester handele, sondern um Menschen mit Berufserfahrung. Die Studiengänge seien Weiterbildungsstudiengänge. KEN
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