Kneipe schließt wegen mutmaßlich gestiegener Kriminalität

Schöneberg. Das Szenemagazin „Siegessäule“ hatte zuerst darüber berichtet: Die Kriminalität rund um den Nollendorfplatz habe so zugenommen, dass sich der Wirt der „Lieblingsbar“ in der Eisenacher Straße genötigt sah, zu schließen.

Der Regenbogenkiez sei für seine Gäste zu gefährlich geworden, sagte Thorsten Baumert gegenüber einer Berliner Boulevardzeitung. Überfälle und Taschendiebstähle seien an der Tagesordnung. Auch andere Gastwirte wollen seit rund zwei Jahren eine Zunahme der Kriminalität festgestellt haben. Die Täter seien osteuropäische Stricher.

Die Erkenntnisse der Berliner Polizei aus den letzten beiden Jahren bestätigen teilweise die Wahrnehmung vieler Wirte im Schwulenkiez. Insgesamt betrachtet seien die Straftaten gegenüber 2014 und 2015 aber zurückgegangen, sagt Polizeisprecher Carsten Müller. In Zahlen ausgedrückt: Sie sanken von 1187 Straftaten 2014 auf 876 bis Oktober 2016. Bei Körperverletzungsdelikten und Fällen, die den Straftatbestand der Bedrohung erfüllen, seien die Fallzahlen sogar erheblich gesunken.

„Bei Raubtaten und auch Taschendiebstählen dagegen ist ein Zuwachs zu verzeichnen“, so Müller. Waren es 2014 noch 43 Fälle von Raub, hat die Polizei von Januar bis Oktober 2016 schon 48 Fälle registriert. Der Taschendiebstahl stieg im selben Zeitraum von drei auf acht Fälle.

Die Polizei Berlin wird laut Sprecher Müller auch künftig rund um den Nollendorfplatz mit uniformierten und Zivilbeamten im Einsatz sein. „Unterstützt werden die polizeilichen Aufgaben von Dienstkräften anderer Dienststellen, wie zum Beispiel der Kriminal- und Bereitschaftspolizei“, erläuterte Müller. KEN
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