Jugendliche recherchieren zur Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus

Berlin: Jugendmuseum Schöneberg |

Schöneberg. Jugendliche aus Schöneberg und Tel Aviv recherchieren gemeinsam über ein dunkles Kapitel nationalsozialistischer Verfolgungspolitik.

„Alle zusammen und niemand vergessen“ lautet die laufende Projektwoche im Jugendmuseum in Schöneberg. Dort und bei einem Gegenbesuch im Juli in Tel Aviv-Jaffa forschen Schüler des Robert-Blum-Gymnasiums und der Alterman Tichonet School zur homosexuellen Verfolgungsgeschichte in der NS-Zeit, zu Formen des öffentlichen Erinnerns und der Lebensweise Nichtheterosexueller in Berlin und Tel Aviv.

Die 24 Jugendlichen durchforsten Archive, besuchen Gedenkorte, befragen Zeitzeugen und Fachleute, untersuchen, wie heute im öffentlichen Raum an die Verfolgung Homosexueller erinnert wird, und setzen sich mit der aktuellen Situation von Flüchtlingen auseinander, die wegen ihrer sexuellen Orientierung in ihrem Herkunftsland verfolgt wurden.

In Vorbereitung auf die Projektwoche haben die Jugendlichen, die sich über Videokonferenzen kennengelernt haben, die historischen Fakten in ihren Städten erforscht sowie bereits vorhandene Zeitzeugenberichte und Interviews zusammen getragen. Ausgangspunkt war das jeweilige Denkmal für homosexuelle Opfer der Nazi-Diktatur in Berlin und Tel Aviv. Ihre Ergebnisse teilen sie sich über einen Blog mit. Er wird nach Abschluss des Projekts öffentlich zugänglich gemacht.

„Alle zusammen und niemand vergessen“ wird auf deutscher Seite von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft im Rahmen des Programms „Europeans for Peace“ (EFP), auf israelischer Seite von der Nichtregierungsorganisation „Merchavim, The Institute for the Advancement of Shared Citizenship“ gefördert. KEN
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