Neue Tourismusführer sollen Besucher nach Schöneberg locken

Passen in jede Hosentasche, die neuen kleinen Kiezführer. (Foto: KEN)

Schöneberg. Sie passen in jede Hosentasche und in jedes Handtäschchen, die neuen Schöneberger Kiezführer im Scheckkartenformat.

Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) und Dirk Spender vom Regionalmanagement City West haben das handliche Paket mit den Spaziergängen „Schöneberger Norden“, „Rund ums Rathaus“ und „Regenbogenkiez“ kürzlich vorgestellt.

Aufgeklappt bietet jeder der zweisprachigen Kulturführer (Deutsch und Englisch) auf der einen Seite neben einem Grußwort der Bürgermeisterin einen kurzen Abriss der Kiezhistorie, auf der anderen Seite einen Lageplan und einen Vorschlag für einen Rundgang sowie kurze Beschreibungen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Abgeguckt wurden Idee und Format von Designführern in Amsterdam, verrät Marina Marijnissen, die Leiterin der Wirtschaftsförderung.

Verteilt werden sollen die kostenlosen Kiezführer in Hotels und Gaststätten, die sich im Schöneberger „Netzwerk Tourismus“ zusammen geschlossen haben. „Wir wollen das Flair der vielen Kieze erhalten und sichtbar machen. Dafür haben wir uns die kleinen Tourismusführer ausgedacht“, sagte Bürgermeisterin Schöttler bei der Präsentation im Hotel Riu Plaza an der Urania.

Ziel ist, dass Touristen, die die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt schon kennen, auch die verborgenen Schätze der Schöneberger Kieze entdecken, gern miteinander kombiniert. Angelika Schöttler fasst es unter dem Motto zusammen: „Wo gibt es noch etwas Schönes im Bezirk?“ Schließlich will Tempelhof-Schöneberg etwas vom Tourismusboom der Stadt abgekommen. Im abgelaufenen Jahr zählte Berlin 28 Millionen Übernachtungen. Im Bezirk waren es 1,3 Millionen. „Allen soll es gut gehen, den Hotels, dem Kiez, dem Bezirk“, sagt die Bürgermeisterin.

Die ersten drei Kiezführer im Hosentaschenformat – weitere sind geplant – sind ein Ergebnis der Zusammenarbeit von Regionalmanagement City West und Bezirksamt und hier insbesondere von Petra Zwaka, Leiterin der Tempelhof-Schöneberger Museen. Ebenfalls maßgeblich beteiligt war das bezirkliche Hotelnetzwerk.

Mit dreimal 20 000 Exemplaren geht der von der öffentlichen Hand finanzierte Kiezführer an den Start. Die Akteure hoffen auf eine gute Resonanz der Hotels und Gaststätten, damit es vielleicht eine zweite Auflage gibt. Visit Berlin, das offizielle Tourismusportal der Hauptstadt, hat schon Interesse an dem Pprojekt bekundet. Die Führer sollten nicht „Bückware“ am Hoteltresen bleiben, meint ein Visit Berlin-Vertreter. KEN
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