Urania geht mit einem Tag der offenen Tür in die neue Saison

Urania-Direktor Ulrich Bleyer und seine Pressesprecherin Nina Wüllner freuen sich auf die neue Saison. (Foto: KEN)

Schöneberg. Am 1. September öffnen sich um 17 Uhr für jeden Interessierten die Türen zur Urania, An der Urania 17. Zugleich wird der neu gestaltete Vorplatz der Öffentlichkeit übergeben.

Besucher können bei Führungen hinter die Kulissen schauen, in Kurzvorträgen zum neuen Programm die Fachbereichsleiter und verschiedene Referenten kennenlernen oder in einer Gesprächsrunde ihre Wünsche zu Vorträgen und Filmen nennen.

Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Gäste schon über den neu gestalteten Vorplatz zum Showprogramm, zur Tombola und den kulinarischen Angeboten schreiten können. Nach einer längeren Bauzeit und etlichen Unterbrechungen wird er an diesem Tag der Öffentlichkeit übergeben.

Ein erster Höhepunkt der neuen Saison ist am 16. September die Verleihung der Urania-Medaille an den Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin und Mitbegründer des arabisch-israelische West-Eastern Divan Orchestra, Daniel Barenboim. Die Festrede wird der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit halten, die Laudatio der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.

Der Pianist und Dirigent Barenboim hat das Orchester des west-östlichen Divans gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen amerikanisch-palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said 1999 gegründet. Das gemeinsame Musizieren ist ein Plädoyer für eine Annäherung von Palästinensern und Israelis. "Mal sehen, wie wir das vernünftig in der aufgeregten Phase hinbekommen", sagt Urania-Direktor Ulrich Bleyer angesichts des jüngsten Konflikts.

Die Verleihung der Urania-Medaille hat Tradition. Erstmals wurde sie 1988 überreicht, damals als Preis für besondere Verdienste "um die Popularisierung eigener fachlicher Leistungen", wie es Bleyer umschreibt. Später wurde sie zum Publikumspreis der Berliner erweitert mit so namhaften Preisträgern wie Hans-Joachim Vogel, Klaus Töpfer, Richard von Weizsäcker, Simon Rattle, Kurt Masur oder Hans-Dietrich Genscher.

Damit auch weiterhin soviel Glanz von der Urania-Gesellschaft als Ort der Wissensvermittlung für alle ausstrahlt, müssen Direktor Bleyer und seine 18 festen Mitarbeiter fortwährend um Themenaktualität und -vielfalt sowie brillante Vortragsredner bemüht sein. Nur durch die Fülle des Programms ist die Urania "am Puls der Zeit", so Ulrich Bleyer. Es beantwortet in großer Bandbreite unter anderem existenzielle Lebensfragen, informiert über Gesundheitsthemen oder nahe und ferne Länder, gibt Lebenshilfe, diskutiert aktuelle politische Themen und in einer besonderen Reihe Fragen zur Stadtentwicklung.

Das gelingt nur, wenn die Mitglieder - derzeit 1800 -, Förderer, Kooperationspartner, Sponsoren und Besucher das mehr als 125 Jahre alte, oft kopierte Projekt der "Wissenschaftlichen Bildung für alle" unterstützen. Oder andere Organisationen und Unternehmen die Räume An der Urania für Veranstaltungen anmieten. Im vergangenen Jahr waren es annähernd 400. Denn vom Land Berlin erhält die Urania keinen Cent. "Bei Investitionen hilft gelegentlich die Lotto-Stiftung", ergänzt Direktor Bleyer.

Das gesamte Programm 2014/2015 ist auf www.urania.de zu finden.

Karen Noetzel / KEN
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