Bundesverdienstkreuz für einen Tanzbegeisterten

Ein strahlender Verdienstkreuzträger: Wilhelm Sommerhäuser. (Foto: privat)

Schöneberg. Als Sportler, Wertungsrichter und Vereinsfunktionär ist er vielen Menschen im Bezirk und darüber hinaus bekannt geworden. Nun wurde Wilhelm Sommerhäuser mit dem Verdienstorden am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Im Rahmen einer Feier ehrte Hans Reckers, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, den ehemaligen Vorsitzenden des Tanzvereins Blau-Weiß-Silber. Zu den ersten Gratulanten gehörten Bürgermeisterin Angelika Schöttler, Stadtrat Daniel Krüger und Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung.

Viele Jahre hat Wilhelm Sommerhäuser mit seiner Frau Ellen getanzt. 1980 errang er den Titel Deutscher Meister der Senioren. Es war der Höhepunkt seiner sportlichen Karriere. Von 1982 bis 2014 war er als Wertungsrichter tätig. Bis zur Insolvenz von Blau-Weiß-Silber wirkte Sommerhäuser als stellvertretender Vorsitzender und danach als Vorsitzender. Dem Nachfolge-Club Blau-Silber Berlin half er tatkräftig auf die Beine. Heute ist Wilhelm Sommerhäuser sein stellvertretender Vorsitzender und dazu noch Beisitzer im Hauptverein, dem OSC Berlin.

Der frisch gebackene Bundesverdienstkreuzträger hat auch in seinem Beruf viel geleistet. Der diplomierte Ingenieur und leitender Mitarbeiter des damaligen Senders Freies Berlin (SFB) war maßgeblich an der Einführung des Farbfernsehens in Deutschland beteiligt.

Aufs Altenteil ging Wilhelm Sommerhäuser nach seiner Pensionierung nicht. Er engagierte sich weiterhin ehrenamtlich für den Sport, in der Politik und im gesellschaftlichen Bereich.

„Der Blau-Silber ist sehr stolz, jemanden wie Wilhelm Sommerhäuser in seinen Reihen zu haben. In einer Zeit, in der Vereine oft nur noch als Dienstleister angesehen werden, ist er mit seinem überdurchschnittlichen Engagement ein Vorbild für uns alle“, sagt Karin Pfaffenbach. Die Vorsitzende des Tanzsportclubs denkt dabei an den Wasserschaden im Rathaus Friedenau, wo sich bis zum vergangenen Jahr die Clubräume befanden, die anschließende Suche nach einer neuen Bleibe und der Umzug in die Teske-Schule am Tempelhofer Weg. KEN
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