Pierre Hellbusch kümmert sich um das Wohl von Wellensittichen

„Wir wollen ein Bewusstsein für die kleinen Tiere schaffen, die eben einen besonderen Schutz benötigen“, sagt Pierre Hellbusch. (Foto: KEN)

Schöneberg. Behende schwingt sich Juli in die Höhen des Wohnzimmers, um schließlich elegant im Vorhang zu landen. Der 15 Jahre alte Wellensittich ist Pierre Hellbusch zugeflattert und damit genau an den Richtigen geraten.

Mit elf Jahren bekam Pierre Hellbusch (31) seinen ersten Wellensittich. Liesie hieß die geliebte und kluge Spielkumpanin. Sie löste eine intensive Beschäftigung mit den klugen Fliegern aus, die ursprünglich in Australien beheimatet sind. Vor sieben Jahren hatte er dann in seiner Heimatstadt Delmenhorst die Idee, eine Vermittlung für eines der beliebtesten Haustiere Deutschlands aufzubauen.

Seither konnte der gelernte Krankenpfleger und selbständige Filmemacher für rund 250 Wellensittiche ein neues, geeignetes Zuhause finden, mit Schutzvereinbarungen für die Tiere, versteht sich. Wichtig sei zumindest eine Paarhaltung, sagt Hellbusch. Wellensittich sind Schwarmvögel. Sie brauchen Artgenossen. Der Mensch ist kein Ersatz.

Nach dem Umzug nach Berlin machen Pierre Hellbusch und sein Partner mit ihrer „Welli-Station“ weiter. Es gebe genug Leute, die ihre Tiere abgeben müssen, erzählt er, sei es, weil sie allergisch reagieren oder umziehen.

Die aufgenommenen Wellensittiche in Not werden aber nur noch in Ausnahmefällen in private Hände abgegeben. Vielmehr bringt oder schickt Pierre Hellbusch sie zu ausgesuchten Haltern von Außenvolieren in Delmenhorst, Berlin, Angermünde und Schleswig-Holstein. In den großzügigen Anlagen finden sie die Gesellschaft, die sie brauchen. Sie können frei fliegen, erhalten artgerechtes Futter und werden tierärztlich versorgt. „Wir sind auf der Suche nach weiteren Volierenpartnern“, sagt Pierre Hellbusch.

Seine Tierschutz-Initiative, die sich ausschließlich über Geld- und Sachspenden finanziert, will (künftige) Wellensittichhalter aber auch beraten. Das fange beim Käfig an und höre beim Futter auf; Karottengrün, Äpfel, Bananen ja, Zitrusfrüchte niemals. „Spiegel, Vogelpuppen und Sandpapier sind der Tod eines Vogels“, sagt der Experte. Wo die „Welli-Station“ nicht helfen kann, stellt sie Kontakt zu anderen Experten her. Inzwischen ist schon ein gutes Netzwerk entstanden.

Für alle weiteren Informationen gibt es die Internetseite www.wellistation.de. Pierre Hellbusch beantwortet Fragen unter info@wellistation.de oder  0174/ 266 52 77. KEN
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