Aufarbeitung von judenfeindlichem Mobbingfall beginnt

Berlin: Friedenauer Gemeinschaftsschule |

Schöneberg. Die Aufarbeitung des judenfeindlichen Mobbings an der Friedenauer Gemeinschaftsschule obliegt zwar der zuständigen Senatsverwaltung. Aber der Bezirk will Aufarbeitung und Prävention der Schulleitung „ausdrücklich unterstützen“.

Das hat Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) in seiner Beantwortung einer Mündlichen Anfrage der Bezirksverordneten Elisabeth Wissel (Die Linke) mitgeteilt.

Wie berichtet hat ein jüdischer Schüler über Monate verbale und tätliche Übergriffe muslimischer Mitschüler erdulden müssen, bis seine Eltern so sehr um Gesundheit und Leben ihres Sohnes fürchteten, dass sie den 14-Jährigen von der Schule nahmen. Der Fall sorgte für großes Aufsehen im In- und Ausland.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des laut Oliver Schworck an Tempelhof-Schöneberger Schulen bisher einzigartigen Vorkommnisses hatte der Schulausschuss der Bezirksverordnetenversammlung den Vorfall ausführlich erörtert und die weiteren Schritte, die Schulleiter Uwe Runkel unternehmen will, „wohlwollend zur Kenntnis genommen“.

Danach stellt die Senatsverwaltung der Schule Experten zur internen Aufarbeitung des Falls zur Seite. Geplant sind zudem Thementage mit den Schülern. Längerfristig plant die Schulleitung weitere Projekte zur Prävention aller möglichen Spielarten von Diskriminierung. Runkel habe auch ein Gespräch mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland geführt, sagte Stadtrat Schworck. KEN
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