Erweiterter Kinderspielplatz wiedereröffnet

Kaum hatten die Stadträte Sibyll Klotz und Daniel Krüger das rote Band durchschnitten, nahmen Kinder die erweitere Anlage in ihren Besitz. (Foto: KEN)

Schöneberg. Was früher ein Parkplatz war, ist heute ein ansprechender Spielplatz für die Kinder aus der Nachbarschaft und ein Treffpunkt für die Anwohner im Pallaskiez. Sozialstadträtin Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen) und Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) haben einen weiteren Bauabschnitt übergeben.

Der Park sei "ein ganz besonderer Ort im Schöneberger Norden", sagte Sibyll Klotz. Denn die Planungen seien unter breiter Bürgerbeteiligung erfolgt.

"So etwas zu schaffen ist nur möglich, wenn alle zusammenarbeiten." Das taten mit großem Engagement der Trägerverein Netzwerk Stadtraumkultur, die Nachbarn aus dem Pallaskiez, die Gärtner im Pallas-Park, der Notdienst für Suchtmittelgefährdete und -abhängige, das vor fünf Jahren gegründete und von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte jüdisch-palästinensisch-deutsche Jugendtheater "Die Falafels", der Verein "Kaffeeklatsch", der Stadtteilverein Schöneberg, das Quartiersmanagement Schöneberger Norden, die Pallasseum Wohnbauten KG, das Landschaftsplanungsbüro Raoul van Geisten und das bezirkliche Grünflächenamt.

In drei Monaten Bauzeit wurde das Spielplatz-Thema "Flusslandschaft" erweitert. Hinter der Platzfläche ist ein separater Sandspielbereich zum Buddeln für Kleinkinder entstanden. Eine Kombination aus Steganlage und Balancierpfad führt vom Sandspielbereich zum Kräutergarten. An der Stelle der ehemaligen Skaterrampe befindet sich jetzt ein begehbares Schachbrett. Die rahmende Betonmauer hat Sitzauflagen aus Holz erhalten, sodass die Platzfläche für zukünftige Bühnendarbietungen oder zum Schachspielen genutzt werden kann. Der alte Pavillon bot nur wenig Schutz vor Sonne und Regen. Er wurde durch einen neuen und größeren Pavillon aus Holz ersetzt. Auf Wunsch der Anwohner wurde eine Tischtennisplatte aufgestellt.

Gleichzeitig mit dem Pallas-Park weihten Sibyll Klotz und Daniel Krüger das am Eingang installierte interkulturelle Kunstobjekt "Wir sind eine Welt" ein: einen Globus. Ein Band mit Handabdrücken von Anwohnern aus dem Pallasseum umspannt die Kugel. Für die Entwicklung der Installation fanden zwei Workshops unter reger Beteiligung der Anwohner statt. Die Kugel symbolisiere zweierlei, die vollkommene Form, die jedem Menschen innewohne, und den Planeten, auf dem wir leben, erläutert Raoul van Geisten. "Die Hände symbolisieren die Gemeinschaft und die Kraft, Motivation und den Willen eines jeden, dass diese Gemeinschaft zusammenhalten muss", so der Landschaftsarchitekt. In der Spiegelung der Kugel werden in der unteren Hälfte die Farben der gepflanzten Stauden, in der oberen Hälfte der Wohnkomplex Pallasseum zu sehen sein.

Die Kosten für die erweiterte Neugestaltung des Parks und die Installation belaufen sich auf 65 000 Euro. Sie wurden aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" finanziert.

Sibyll Klotz und Daniel Krüger haben noch einen Spielplatz eröffnet. An der Geßlerstraße auf der Roten Insel wurde für 330 000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau West" eine 2100 Quadratmeter große Fläche mit Robin-Hood-Motiv-Spielgerät gestaltet. Die alten Bäume durften stehen bleiben.


Karen Noetzel / KEN
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