Anwohner rufen zu Spenden für Gewaltopfer auf

Vor dem Tatort in der Langenscheidtstraße sammeln sich Blumen und Kerzen. (Foto: Liptau)

Schöneberg. Vor dem Haus in der Langenscheidtraße, in dem eine 37-Jährige in ihrer Wohnung verstümmelt wurde, stehen Blumen und Kerzen. Die Nachbarn rufen zu Spenden für das Opfer und deren Tochter auf.

Erschrocken und betroffen seien sie über so grausame Gewalt in ihrer direkten Umgebung schreiben die Nachbarn auf einem offenen Brief am Hauseingang. "Viele von uns haben das unmittelbare Bedürfnis zu helfen", erklären sie und rufen auch andere dazu auf. Der gemeinnützige Verein "Weißer Ring", der sich um die Unterstützung von Kriminalitätsopfern und Verhütung von Straftaten kümmert, hat ein Spendenkonto eingerichtet. Die Frau, die am 30. Oktober von ihrem Ex-Freund in ihrer Wohnung brutal verletzt wurde, brauche eine neue Wohnung für sich und ihre traumatisierte zehnjährige Tochter sowie Geld für die anwaltliche Betreuung.

Die Mordkommission der Polizei hat derweil weitere Informationen über den flüchtigen Täter veröffentlicht. Der 45-jährige niederländische Staatsangehörige mit Herkunft aus dem Iran oder Irak habe in Tötungsabsicht gehandelt. Befürchtet wird, dass er über das Internet Kontakt zu weiteren Frauen unterhält.

Informationen über die Möglichkeit zum Spenden gibt es unter www.weisser-ring.de und 85 07 36 37.

Ralf Liptau / flip
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