Bezirksverordnete fordern Abstellmöglichkeit am Wittenbergplatz

Schöneberg. Offenbar hat man das bei der Umgestaltung des Wittenbergplatzes einfach vergessen: Die für die Sanierung abgebauten Fahrradbügel wurden nicht ersetzt. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) will das nun nachgeholt sehen.

Nach drei Jahren Bauzeit ist der Mittelsteifen des Tauentzien endlich durchgängig vom Europacenter bis zum Wittenbergplatz fertig. Die sanierte Wegeverbindung über die Grenze der Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf hinweg wurde als besonders schlenderfreudig angekündigt. Allerdings galt das wohl vor allem für die Fußgänger. An die Radfahrer wurde, zumindest am Wittenbergplatz, nicht gedacht. Momentan gibt es kaum Möglichkeiten, Räder hier anzuschließen.Deshalb hagelt es nun Kritik an den Planern vor allem in den beiden Bauämtern der Bezirke. Der Wittenbergplatz gehört zwar zu Schöneberg. Die Hauptverantwortung für die vom Bund-Länder-Programm "Aktive Zentren" mit 1,8 Millionen Euro finanzierte Maßnahme lag allerdings beim Nachbarbezirk. Trotzdem soll es der Tempelhof-Schöneberger Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) jetzt richten. Die hiesige BVV hat in ihrer Dezember-Sitzung beschlossen, dass das Bezirksamt gemeinsam mit dem für die Umgestaltung des Tauentzien zuständigen Architekturbüro nach möglichen Flächen für Fahrradständer direkt am U-Bahnhof oder "alternativ auf anderen Flächen des Wittenbergplatzes" suchen soll. Damit die Räder nicht mehr, wie momentan, behelfsmäßig an den Begrenzungszäunen um die Mittelinsel angeschlossen werden müssen. Die Vorschläge sollen Anfang des Jahres im zuständigen Ausschuss vorgestellt werden, bevor die Baumaßnahmen im Frühling beginnen sollen. "Damit in der Fahrradsaison 2013 genügend Abstellanlagen zur Verfügung stehen", so die Begründung im Antragstext.

SPD-Verordnete Annette Hertlein erkundigte sich in der BVV auch nach Krügers Haltung zu Fahrradständern. Der versicherte, seine Verwaltung arbeite an der kontinuierlichen Verbesserung. Durch die "nur sehr begrenzt zur Verfügung stehenden Mittel in der Straßenunterhaltung" seien aber vor allem "die Verkehrssicherheit herzustellen und Gefahrenstellen zu beseitigen".


Ralf Liptau / flip
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