Bürgermeisterin will Touristen den Ortsteil schmackhaft machen

Schöneberg. Seit 2013 gehört der Bereich zwischen Wittenberg- und Nollendorfplatz zum Regionalmanagement City West, mit dem vorher vor allem in Charlottenburg Unternehmern unter die Arme gegriffen wurde. Erstes Ziel ist die Bildung eines Hotelnetzwerks.

"Wir wollen nicht, dass die Touristen nur zum Schlafen kommen", sagt Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD). Entlang der Kleiststraße und rund um die Urania gebe es zahlreiche Hotels und entsprechend viele Besucher. Tagsüber würden die allerdings meist nach Mitte strömen, um dort auf Entdeckungstour zu gehen. "Natürlich sollen sie sich auch weiterhin das Brandenburger Tor anschauen", stellt die Bezirkspolitikerin klar. "Aber gerade für Menschen, die vielleicht schon zum zweiten Mal in Berlin sind, haben wir auch einiges zu bieten."

Seit Teile des Schöneberger Nordens als östliche Verlängerung der City West zum Regionalmanagement gehören, steht nun auch Geld zur Verfügung, um eine entsprechende Imagekampagne zu starten. Die Wirtschaftsförderung des Bezirk will in den kommenden Wochen Gespräche mit den Hotels führen, um auszuloten, welche Möglichkeiten sie sehen und ob sie überhaupt bereit sind, sich für die Nachbarschaft einzusetzen. Denkbar wäre beispielsweise, durch entsprechende Informationen in den Hotels auf die Sehenswürdigkeiten vor Ort aufmerksam zu machen.

25 000 Euro

Schöttler könnte sich beispielsweise vorstellen, hier das Rathaus Schöneberg, die Denkmallandschaft im Bayerischen Viertel oder die Galerienszene im Akazien- und Winterfeldtkiez zu benennen. Zu den bezirklichen Top-Adressen gehören natürlich auch das KaDeWe und der Flughafen Tempelhof. Dorthin, so glaubt die Bürgermeisterin, würden die meisten aber auch ohne ihre Hilfe finden.

Wenn die ersten Gespräche mit den Hoteliers erfolgreich gelaufen sind, will die bezirkliche Wirtschaftsförderung offiziell einen Startschuss für ein entsprechendes Netzwerk geben. Eine Auftaktveranstaltung könnte noch im ersten Quartal stattfinden. Aus dem Regionalmanagement-Topf stehen dem Bezirk 25 000 Euro für das Projekt zur Verfügung.


Ralf Liptau / flip
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