BVV will John-F.-Kennedy-Platz neu gestalten

Die schadhaften Hochbeete vor dem Rathaus sollen verschwinden. Und auch sonst soll der John-F.-Kennedy-Platz auf Vordermann gebracht werden. (Foto: Liptau)

Schöneberg. Wenn das Rathaus Schöneberg im übernächsten Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, soll sein Vorplatz frisch saniert sein. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat jetzt ihre Wünsche für eine Neugestaltung formuliert.

Es soll nicht alles anders werden, aber vieles besser: Die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen haben einen gemeinsamen Antrag in die BVV eingebracht und verabschiedet, der die Grundzüge für die Umgestaltung des John-F.-Kennedy-Platzes festschreibt. Für die Sanierung soll die ursprüngliche Gestaltung "Vorbild sein, aber nicht bindend".Bis 2014, so der Wunsch der Bezirksverordneten, soll vor allem die räumliche Konzeption überarbeitet und so den aktuellen Nutzungsansprüchen angepasst werden. Dabei sollen die Parkplätze "neu organisiert und an die veränderte Nutzung angepasst" werden. Ob ihre Anzahl dabei reduziert werden soll, wird im Antrag nicht ausgeführt. Dafür allerdings der Wunsch, zu prüfen, ob nicht einige Plätze für Carsharing-Konzepte oder Elektroautos genutzt werden könnten. Geprüft werden soll auch die Anzahl der Fahrradabstellplätze und die Möglichkeit, überdachte Abstellbereiche in der Nähe des Rathauses zu schaffen.

Auch die Fußgänger sollen sich künftig anders über den Platz bewegen können. Die beiden Mittelwege, die von der Martin-Luther-Straße aus auf das Rathausportal zuführen, sollen zu einem breiteren Weg zusammengeführt werden, der dann vielleicht sogar mit Baumreihen gesäumt werden könnte. Die bestehenden Bäume bleiben allesamt erhalten. Lediglich die Hochbeete, in denen sie stehen, sollen eingeebnet werden. Gefordert wird zudem, dass unterirdische Anschlüsse für Strom, sowie die Be- und Entwässerung geschaffen werden. Außerdem wünschen sich die Verordneten ein Blindenleitsystem. "Die Neupflasterung des Platzes", so heißt es allerdings, "ist auf ein notwendiges Maß zu begrenzen."

Im zweiten Bauabschnitt ist - nach dem Jubiläumsjahr 2014 - zu prüfen, ob die Badensche Straße verengt werden kann. In diesem Zusammenhang könnte am Kreuzungspunkt mit der Martin-Luther-Straße eventuell auch ein zweiter Fußgängerüberweg entstehen.

Die Kosten der Umgestaltung werden voraussichtlich über ein spezielles Sanierungsprogramm für Plätze aus dem Landeshaushalt gedeckt. Die Anwohner sollen laut BVV-Antrag im Vorfeld informiert werden. "Eine Beteiligung der Bürger ist sicherzustellen", heißt es.


Ralf Liptau / flip
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