Ehemaliger Busparkplatz an der Bessemerstraße wird Baufläche

Schöneberg. An der Ecke Bessemer-, Eythstraße soll gebaut werden. Die eigens dafür gegründete Projektgesellschaft Bessemerstraße 84 mbH will mit einer Art Weiterführung der benachbarten Lindenhofsiedlung 200 Wohnungen errichten.

"Das Gesamtpaket kann sich sehen lassen", freut sich die für Stadtentwicklung zuständige Stadträtin Sibyll Klotz (B’90/Grüne). Das Bauvorhaben passe in ihre "doppelte Strategie" zur Erhaltung bezahlbaren Wohnraums: "Wir müssen einerseits den Bestand sichern mit den wenigen rechtlichen Möglichkeiten, die wir dazu haben." Andererseits müsse auch neu gebaut werden. "Der Bestand reicht nicht mehr." Seit 2011 hat der Bezirk eine Karte zusammengetragen, auf der die Wohnbaupotenziale aufgelistet wurden. "Und das zu einem Zeitpunkt, als die Landesebene noch sagte, dass es keinen Bedarf an neuen Wohnungen gibt", so der Leiter des Stadtentwicklungsamts, Siegmund Kroll.

Das knapp 25.000 Quadratmeter große Areal an der Ecke Bessemer-, Eythstraße ist eines dieser Potenziale. Wo derzeit Busse geparkt werden, sollen schon bald Wohnungen entstehen. Der entsprechende Bebauungsplan befindet sich in der frühzeitigen Auslegung. Konkret soll auf dem Grundstück im Norden eine Randbebauung entstehen, die die Wohnungen von den angrenzenden Gewerbebetrieben abschirmt. Zwischen diesem sechsgeschossigen Riegel und den in den 50er-Jahren errichteten Bestandsbauten an der Eythstraße sollen viergeschossige Stadthäuser als Solitäre entstehen. Im Westen der Anlage ist ein zehngeschossiger "Hochpunkt" als städtebaulicher Abschluss geplant. Innerhalb des Quartiers sind zwei Spielflächen vorgesehen, außerdem will der Investor eine Kita bauen. Erschlossen wird die Anlage über eine Privatstraße, die nur von der Bessemerstraße aus zu befahren sein wird. Unter den Stadthäusern werden Tiefgaragen entstehen.

Die Größe der Wohnungen soll sich zwischen einem und vier Zimmern bewegen. 15 Prozent sollen, so Klotz, "am untersten Rand des Mietpreisspiegels" zu haben sein. Dazu habe man den Investor gebracht, ohne rechtliche Hilfestellungen zu haben. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, ist derzeit noch nicht zu sagen.


Ralf Liptau / flip
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