Einemstraße wird erst mal nur in Schöneberg umbenannt

Einem verschwindet ab Dezember nur im Schöneberger Abschnitt von den Straßenschildern. (Foto: Liptau)

Schöneberg. Eine nicht endende Geschichte: Nachdem sich die Bezirke Mitte und Tempelhof-Schöneberg nach jahrelanger Diskussion endlich gemeinsamen Umbenennung der Einemstraße entschlossen hatten, kann Mitte den anvisierten Termin nun nicht halten.

Beide Bezirke hatten die geplante Umbenennung der Einem- in Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße im Sommer in ihren Amtsblättern veröffentlicht - woraufhin Anlieger aus dem Tiergartener Teil offiziell Einspruch gegen die Umbenennung einlegten. Der im Bezirksamt Mitte zuständige Stadtrat Carsten Spallek (CDU) teilte Mitte Oktober mit, dass die für den 17. Dezember anvisierte gemeinsame Umbenennung für den Abschnitt zwischen Kurfürstenstraße und Lützowplatz deshalb erst mal nicht vollzogen werden könne. Einen neuen Termin für die Umbenennung in seinem Bezirk konnte er nicht nennen. Eben deshalb will Tempelhof-Schöneberg nun nicht länger warten und hält an dem Termin für die Umbenennung des Abschnitts zwischen Nollendorfplatz und Kurfürstenstraße fest. "Es ist ja überhaupt nicht absehbar, wie lange das in Mitte dauern wird", erklärt der hier zuständige Stadtrat Daniel Krüger (CDU). "Für uns ist das deshalb kein Grund, an dem Termin zu zweifeln." Die heutige Einemstraße wird dann also vorübergehend zwei Namen haben. Historisch betrachtet wird die Straße damit sogar dreigeteilt sein: Denn bis zur Benennung des Abschnitts zwischen Nollendorf- und Lützowplatz nach Karl von Einem im Jahr 1934 hieß auch diese Strecke Maaßenstraße und führte somit unter einem gemeinsamen Namen vom Lützow- weiter Richtung Süden bis zum Winterfeldtplatz.


Ralf Liptau / flip
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.