Mittelstreifen der Kleiststraße wiederhergestellt

Uwe Kutschner (links) und Baustadtrat Daniel Krüger gaben den Mittelstreifen frei. (Foto: Liptau)

Schöneberg. Nachdem der Mittelstreifen der Kleiststraße zwischen Wittenbergplatz und Urania vier Jahre lang vor allem als Abstellfläche für Baufahrzeuge diente, ist Mitte August endlich Rasen angesät worden. Allerdings wird das Grün nur rund ein Jahr lang wachsen können.

"Wir wurden in den vergangenen Monaten immer wieder gefragt, warum der Mittelstreifen so aussieht, wie er aussieht", sagt Tempelhof-Schönebergs Baustadtrat Daniel Krüger (CDU). Seit die BVG vor rund vier Jahren begonnen hat, erst den U-Bahnhof Wittenbergplatz und schließlich den Mittelstreifen der Tauentzienstraße zu sanieren, wurden hier Baufahrzeuge abgestellt und Material gelagert. Die Arbeiten sind seit Anfang des Jahres beendet. Nun sind auch die Baustelleneinrichtungen endlich weg. Für rund 5000 Euro hat der Bezirk den Boden einebnen und frischen Rasen sähen lassen. Krüger spricht von einem "vernünftigen Zustand" im Eingangsbereich zur City West, der allerdings "nur eine Interimslösung" sein soll. Denn schon im kommenden Jahr werden hier aller Voraussicht nach wieder die Bagger anrollen. Die BVG wird beginnend mit der zweiten Jahreshälfte 2014 die Tunnelabdichtung der U-Bahn zwischen Nollendorf- und Wittenbergplatz generalüberholen. "Dafür muss die Kleiststraße in mehreren Teilabschnitten komplett aufgemacht werden, auf der ganzen Breite von Gehweg zu Gehweg", erklärt Uwe Kutscher, Leiter der Bauabteilung U- und Straßenbahn bei der BVG. Nach den vorbereitenden Maßnahmen werde das Gros der Arbeiten wohl im Jahr 2015 zwischen Wittenbergplatz und Urania, im Jahr 2016 zwischen Urania und Nollendorfplatz stattfinden. Der erste Bauabschnitt werde voraussichtlich rund fünf Millionen Euro kosten, der zweite sogar zehn Millionen. Im Anschluss muss auch der U-Bahnhof Nollendorfplatz saniert werden. "Aber das ist dann noch mal ein ganz eigenes Kapitel", stöhnt Kutscher.

Die BVG muss nach den unterirdischen Arbeiten das Geld für die Wiederherstellung des oberirdischen Straßenlands zur Verfügung stellen. Den bisherigen Status Quo will Tempelhof-Schöneberg allerdings nicht mehr haben. Daniel Krüger und Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (B’90/Grüne) versuchen deshalb, weitere Fördergelder für eine Neugestaltung des gesamten Bereichs um die Urania zu bekommen. Klotz hat im Sommer eine Ideenwerkstatt mit Anliegern und Interessierten gestartet.


Ralf Liptau / flip
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