SPD-Fraktion wünscht sich Machbarkeitsstudie zur Hohenstaufenstraße

Schöneberg. Die Nordseite der Hohenstaufenstraße zwischen Martin-Luther- und Eisenacher Straße ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs unbebaut. Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) will das Bezirksamt mit einer Machbarkeitsstudie für Wohnbau beauftragen.

Ein Blick auf Google Maps reicht, um zu verstehen, wohin die Reise gehen sollte: Die Hohenstaufenstraße ist über weite Strecken sehr breit, nur zwischen Winterfeldtplatz und Eisenacher Straße schlängelt sie sich zwischen Bauten der Vorkriegszeit hindurch. "Autogerechte Stadt" hieß das urbane Leitmotiv der Nachkriegszeit auch in Schöneberg. Im Fall der Hohenstaufenstraße ist daraus nichts geworden: Westlich der Martin-Luther-Straße steht ein "übrig gebliebener" Altbau mitten auf der breiten Fahrbahn, weiter östlich ist das vorgesehene Straßenland nie als solches ausgebaut worden und blieb Brache. Heute hat hier der Jugendzirkus "Juxirkus" sein Zelt, ansonsten pfeift der Wind durch die Ödnis mitten im Bezirk.

Schon im Juni 2012, als das Bezirksamt eine Übersicht der Wohnungsbaupotenziale in Tempelhof-Schöneberg veröffentlichte, wurden neue Wohnbauten für die Brachfläche vorgeschlagen. Das Gelände ist öffentlich, in den Bebauungsplänen ist das knapp 13 000 Quadratmeter große Areal als Straßenland und Parkanlage verzeichnet.

Die SPD-Fraktion in der BVV will es jetzt konkret: Sie möchte das Bezirksamt damit beauftragen, eine vertiefende Machbarkeitsstudie zur städtebaulichen Rekonstruktion und Bebaubarkeit der Grundstücke Hohenstaufenstraße 9 bis 30 anzufertigen. Dabei seien freilich die nachbarschaftlichen Belange der Bestandsbebauung und diejenigen des städtebaulichen Emissionsschutzes zu berücksichtigen. Und: "In diesem Zusammenhang soll dargestellt werden, wie der Standort der Werbellinsee-Grundschule und des Kinder- und Jugendzirkus zu einem quartiersbezogenen sozialen Campus entwickelt werden können." Von der Eignung der Fläche für Wohnbau sind die SPD-Verordneten überzeugt. Das Areal sei günstig gelegen. "Die komplette großstädtische Infrastruktur ist vorhanden", heißt es.

Der Antrag der SPD wurde in den Stadtentwicklungsausschuss überwiesen.


Ralf Liptau / flip
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