U4 vorerst nicht bis Magdeburger Platz

Wer vom Nollendorfplatz in Richtung Tiergarten Süd will, muss auch künftig laufen oder radeln. (Foto: Liptau)

Schöneberg. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte das Bezirksamt im Juni beauftragt, bei den zuständigen Stellen zu fragen, wie die Chancen für eine Verlängerung der U4 zum Magdeburger Platz stehen. Eine offizielle Antwort gab es noch nicht, inoffiziell aber die Absage.

Das Bezirksamt hat der BVV in der vergangenen Sitzung mitgeteilt, dass die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf das Ersuchen noch nicht geantwortet hat. Dass es aber eine ähnliche Anfrage im Juli im Abgeordnetenhaus gegeben hat, auf die Staatssekretär Christian Gaebler ablehnend reagierte. Die Verlängerung der U-Bahnlinie unter Verwendung bestehender Tunnelanlagen aus den 70er-Jahren sei zwar "als sehr langfristige Planungsoption" im Flächennutzungsplan enthalten. Momentan gebe es dafür aber "keine Notwendigkeit". Aus Sicht des Senats sei "eine weitergehende Prüfung der Verlängerung der U-Bahnlinie 4 derzeit nicht vordringlich". Nach Erfahrungswerten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) würden die Instandsetzung des rund 300 Meter langen Tunnels unter der Genthiner Straße bis an die Lützowstraße und der Bau einer U-Bahnstation Kosten in zweistelliger Millionenhöhe betragen. Die BVV des Bezirks Mitte hatte im vergangenen Jahr bereits angeregt, die U3 über den Nollendorfplatz hinaus bis zum Magdeburger Platz zu verlängern und ebenfalls eine Absage kassiert. Das Bezirksamt hat die Bezirksverordneten nun gebeten, "den Beschluss damit als erledigt anzusehen".
Ralf Liptau / flip
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