Unternehmen am Südkreuz wollen ab Juni eng zusammenarbeiten

Schöneberg. Nach den beiden Unternehmensnetzwerken an der Großbeeren- und der Motzener Straße soll noch in diesem Jahr ein drittes im Bezirk an den Start gehen. Diesmal sollen die Geschäftsleute um den Bahnhof Südkreuz zusammengebracht werden.

"An diesem Unternehmensnetzwerk", lobt die für die Wirtschaftsförderung zuständige Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD), "werden sich besonders innovative Leuchtturmunternehmen beteiligen." Mit dabei seien voraussichtlich die Euref AG mit ihrem Riesenprojekt rund um den Gasometer, zahlreiche Unternehmer entlang der Bessemerstraße inklusive der Malzfabrik und mehrere Bildungseinrichtungen an der Genesstraße. Zehn feste Zusagen gebe es bereits, so Schöttler. Fehlt nur noch die Finanzierung. Denn für die ersten Aktionen, bei denen die Unternehmer sich untereinander näher kommen sollen, gibt es EU-Gelder. "Der Förderantrag ist gestellt, und wir gehen davon aus, dass wir sehr gute Chancen haben", so die Bürgermeisterin. Der Bezirk müsste die Fördersumme zu 50 Prozent mitfinanzieren. "Mit der Förderung in den ersten beiden Jahren wollen wir das Netzwerk zum Laufen bringen", sagt Schöttler. Hinterher muss es sich selbst tragen. Sprich: Die Unternehmen müssen selbst mindestens so viel beitragen, dass sie gemeinsam die Stelle eines Koordinators finanzieren können. Und hin und wieder eine Veranstaltung, bei der sich die Akteure untereinander besser kennenlernen und gemeinsame Marketing-Aktionen planen können.

Die Bürgermeisterin ist davon überzeugt, dass die Unternehmen ausreichend vom Netzwerk profitieren werden. Gerade in der Motzener und der Großbeerenstraße habe es viele Synergieeffekte gegeben. Die Unternehmen würden sich gegenseitig stützen und fördern. Gemeinsam haben sie auch schon erste Kooperationen mit Schulen angefangen und Praktikumsangebote entwickelt.

Dass Unternehmen großes Interesse an einem neuen Netzwerk zeigen, ist für Schöttler eine Bestätigung für die bereits bestehenden. "Die Unternehmen ums Südkreuz wollen das haben, weil sie bei den anderen zugucken können, wie es die Beteiligten voranbringt."


Ralf Liptau / flip
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