20 Bewohner-Vertreter ziehen in den Quartiersrat ein

Frisch gewählte Mitglieder des Quartiersrates in der Aula der Sophie-Scholl-Schule. (Foto: KEN)

Schöneberg. Sie entscheiden nicht nur mit über die Vergabe von Fördergeldern für Kiezprojekte. Sie reden auch mit beim Handlungskonzept, das das Quartiersmanagement für den Schöneberger Norden erarbeitet und stetig fortentwickelt. Sie sind selbst Bewohner im Stadtviertel, die 20 von insgesamt 32 neu gewählten Quartiersräte.

Bereits zum fünften Mal seit 2006 konnten Bürger ihre Bewohner-Vertreter wählen beziehungsweise selbst zur Wahl antreten. Nach rund zweistündiger Vorstellungs- und Diskussionsrunde sowie dem Wahlgang standen die Neuen fest. Viele "Altgediente" sind darunter, aber auch neue Gesichter. Den Bülowbogenkiez vertreten Matthias Bauer, Christoph Damm, Moussa Issa, Brigitte Schwär Sondermann und Jutta Werdes. Aus dem Frobenkiez kommen Andreas Beckmann, Gerhard Haug, Klaus Reinke, Antonia Ritter und Andreas Zipfer, aus dem Kulmer Kiez Damian Foik, Sena Kündes, Cordula Mühr, Rita Musa und Siegfried Pohl. Für den Pallaskiez sitzen künftig Bertram von Boxberg, Oliver Bradley, Christine Gaszczyk, Hermann Kleinknecht und Inge Rebhuhn im Gremium.

Gemeinsam mit den zwölf Vertretern von Gewerbe, Schulen, Kitas, der Wohnungswirtschaft, Vereinen und Initiativen dürfen sie über Mittel aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" für Projekte mitentscheiden. "Das gibt es nur ganz selten in Deutschland", sagt Peter Pulm vom Vor-Ort-Büro des Quartiersmanagements in der Pallasstraße 5.

Der Quartiersrat tagt einmal im Monat. Zusätzlich hat er einen Stammtisch eingerichtet. An ihm können alle Bewohner teilnehmen. Hier erfahren sie mehr über die Arbeit des Quartiersrats und können selbst Vorschläge machen. Der Quartiersrat verabschiedet regelmäßig Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen, zuletzt zur Wohnungssituation und zu Bebauungsplänen.

Von den 34 Quartiersräten, die es in Berlin gibt, gehöre der Schöneberger zu den engagiertesten, so Johannes Raschke von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Das System der Quartiersräte sei ein Erfolgsmodell, weil es der sozialen Stadtentwicklung großen Nutzen bringe. Wie Corinna Lippert, Koordinatorin im Bezirk für das Quartiersmanagement im Schöneberger Norden, mitteilte, stehen beim Quartiersrat Bildung, Integration, Miteinander der unterschiedlichen Kulturen, Nachbarschaft, Arbeit, Gewaltprävention und Gesundheit besonders im Fokus.

Der Quartiersrat ist zu erreichen über das Vor-Ort-Büro des Quartiersmanagements, Pallasstraße 5, 23 63 85 85, qm@ag-spas.de, www.schoeneberger-norden.de.

Karen Noetzel / KEN
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