Kiezbewohnerinnen treiben täglich eine Stunde Sport

Bringen Frauen in Bewegung: (von links) die Übungsleiterinnen Natalia Klug und Mirvat Abdulwahed sowie Projektleiterin Funda Cabral Semedo. (Foto: KEN)

Schöneberg. Vor vier Jahren haben sie ihren Stadtteil buchstäblich in Bewegung gebracht: die Ehrenamtlichen des Stadtteilvereins Schöneberg. Sie luden ihre Nachbarn zu sportlicher Betätigung mit Spaß ein.

"Schöneberg bewegt sich" hieß das erste Projekt, das auf Initiative von Mitstreitern im Stadtteilverein aus der Taufe gehoben und aus EU-Mitteln des Quartiermanagements finanziert worden war. Es ging darum, Hausfrauen animieren, etwas für sich zu tun, sich "anders" zu bewegen und dabei auch andere Frauen kennenzulernen.

Nach vier Jahren lief das Angebot aus. Wegen des regen Zuspruchs war aber klar: Es muss eine Neuauflage geben. Sie heißt nun "Schöneberg bewegt sich weiter", läuft vorerst zwei Jahre und wird wiederum aus EU-Mitteln finanziert. Leiterin ist Funda Cabral Semedo.

Das Angebot wurde erweitert. Jetzt gibt es auch Bauchtanz, "Tischtennis und Tee trinken" (TTTT) oder sonntags einen offenen Treff im Kleistpark. Neu gestartet ist "Gymnastik mit Babys" immer montags von 10 bis 12 Uhr, ein Treff für Mütter mit kleinen Kindern von drei Monaten bis zwei Jahren.

Ein Teilprojekt von "Schöneberg bewegt sich weiter" heißt "Frauen in Bewegung". Übungsleiterinnen laden zu einer "bewegten Mittagsstunde" von 12.30 bis 13.30 Uhr in den PallasT, Pallasstraße 35, ein. Montags gibt es "Bewegung und Entspannung", dienstags lässt Mirvat Abdulwahed die Bäuche kreisen. "Bauchtanz tut der Bauchmuskulatur und der Atmung gut. Er ist ein ganzheitlicher Sport." Jeden Mittwoch kommt Tanz und donnerstags Musik zur Bewegung hinzu. Und am Freitag ist "Bewegung und Qi Gong" mit Übungsleiterin Natalia Klug dran. Selbst Yoga-Lehrerin und Reha-Trainerin hat sie vor vier Jahren an einem vergleichbaren Kurs teilgenommen und sich zur ehrenamtlichen Kursleiterin ausbilden lassen.

Die Auswahl der Veranstaltungen ist völlig frei. Wer will, kommt nur an einem Tag oder mehrmals in der Woche oder nutzt alle Angebote. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Bewegungskurse sind in Vorbereitung. Angedacht ist zudem, mit Sportvereinen zusammenzuarbeiten. Die Kooperation soll sich zwischen interkulturellen Nachbarschafts- und Sportarbeit bewegen. Der Stadtteilverein arbeitet für ein buntes Miteinander im Kiez. "Hier leben viele verschiedene Nationen und Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen", so Geschäftsführerin Annette Maurer-Kartal. Wer bei "Schöneberg bewegt sich weiter" mitmachen möchte, kann sich bei den Übungsleitern direkt vor der jeweiligen Veranstaltung anmelden.

Informationen montags von 12.30 bis 14 Uhr im Stadtteilladen Halk Kösesi, Crellestraße 38, 78 70 40 50.

Karen Noetzel / KEN
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