Schachverein organisiert Wettkampf für Amateurspieler

Turnierleiter Marcus Gretzer (re.) und der zweite Vereinsvorsitzende Rainer Polzin spielen leidenschaftlich gern Schach. (Foto: Liptau)

Schöneberg. An Schachturnieren nehmen meist nur Profis mit langjähriger Erfahrung teil. Der Schöneberger Klub "Schachfreunde Berlin" will am 8. September Amateure zum Zug kommen lassen.

Rainer Polzin spielt Schach, seit er zur Schule ging. Als Schüler habe er einen großen Teil seiner Freizeit damit verbracht, von Turnier zu Turnier zu fahren. "Es war vor allem die intellektuelle Herausforderung, die mich schon damals gereizt hat", sagt er. Heute ist der Rechtsanwalt der zweite Vorsitzende der "Schachfreunde Berlin" und trägt den Titel des Großmeisters. Das ist die höchste Auszeichnung, die ein Spieler erzielen kann. Beim Amateur-Cup des Vereins würde eine Partie gegen ihn also wohl nur wenig Spaß machen. Hier sollen vor allem die zum Zug kommen, die sich nicht zu den Profis zählen. In der Sprache des Schachs heißt das: die, deren Wertungszahl unter 1900 liegt. Mit der Deutschen Wertungszahl (DWZ) wird die Spielstärke der Turnierteilnehmer angegeben. Unter 1900 bedeutet laut Polzin etwa "Anfänger bis mittelstarker Spieler."

Es ist das erste Mal, dass der Verein explizit Amateure zum Turnier einlädt. "Wir wollen mit der Aktion noch stärker in die Masse gehen", erklärt Rainer Polzin. Neue Mitglieder sollen her, obwohl der Verein stark zugelegt hat. Innerhalb von zwei Jahren seien gut 20 neue Spieler dazugekommen, im Moment zählt man knapp 100 Mitglieder. Schach ist derzeit "weltweit voll im Trend", so Polzin. Seiner Meinung nach liegt das vor allem daran, dass sich die Darstellung des Spiels durch das Internet modernisiert und verbessert habe. "Außerdem ist das eine Beschäftigung, die unabhängig von Alter, Herkunft oder Geschlecht alle miteinander ausüben können." Das werde auch deutlich unter den Mitgliedern der Schachfreunde. "Unser ältestes ist Anfang 70, der jüngste ist 16", freut sich der zweite Vorsitzende.

Vielleicht lässt sich das Spektrum mit dem Amateurwettkampf sogar noch erweitern. Ab 10 Uhr sollen am Sonntag, 8. September, bis zu 80 Spieler im Nachbarschaftstreff in der Bülowstraße 94 gegeneinander antreten. Gespielt wird in neun Runden, das Startgeld beträgt fünf Euro. "Mitmachen kann jeder, der die Regeln kennt und Lust zum Spielen hat", sagt Turnierleiter Marcus Gretzer.

Die Veranstalter bitten um Anmeldung unter 0177/417 54 67 und gretzerbier@aol.com.

Ralf Liptau / flip
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