Auf dem Euref-Campus verkehrt der erste selbst fahrende Bus Berlins

Deutsche Bahn-Chef Rüdiger Grube (links) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sind die ersten Fahrgäste auf dem Euref-Campus. (Foto: Kai Michael Neuhold/Deutsche Bahn AG)
Berlin: Euref-Campus |

Schöneberg. Auf dem Euref-Campus verkehrt der erste autonom fahrende Bus Deutschlands. Vor Weihnachten haben Bahnchef Rüdiger Grube und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) das neue Testfeld der Deutschen Bahn (DB) für autonomen Busverkehr vorgestellt.



Auf dem Euref-Campus unter dem Gasometer wird die Bahn in den kommenden Monaten gemeinsam mit dem „Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel“ (InnoZ), dessen Hauptgesellschafterin sie ist, den Busbetrieb mit einem selbst fahrenden Prototyp-Fahrzeug testen.

Entwickelt hat den kleinen Bus namens Olli, der wie eine Seilbahngondel aussieht, das US-amerikanische Start-up-Unternehmen Local Motors. Ein ähnlicher Versuch läuft seit Oktober in Leipzig. In Leipzig wie in Berlin können die Beschäftigten vor Ort den Bus im Alltag nutzen.

"Revolution der Mobilität"

„Autonome Fahrzeuge werden den Mobilitätsmarkt revolutionieren“, meint Rüdiger Grube. „Jetzt gilt es, wichtige Erfahrungen im Einsatz von autonomen Fahrzeugen im öffentlichen Nahverkehr zu sammeln, um die Vorreiterrolle in Deutschland weiter voranzutreiben“, so Grube weiter.

Bundesverkehrsminister Dobrindt will Deutschland zum führenden Anbieter von automatisierten und vernetzten Fahrzeugen machen. „Mit der Erpobung des autonomen Bus-Shuttles sammelt die DB wichtige Erkenntnisse für neue, intelligente Geschäftsmodelle“, sagte der Minister. Sie lege damit den Grundstein, „das Verkehrsmittel der Gigabit-Gesellschaft“ zu werden.

Der jetzt angelaufene Testbetrieb auf dem Euref-Campus ist nur der Anfang. Die Deutsche Bahn plant weitere Vorhaben zum autonomen Fahren. Schon in diesem Jahr sind erste Pilotprojekte im öffentlichen Raum vorgesehen. Die DB investiert dafür bis 2018 rund eine Milliarde Euro. Für die Förderung von Start-ups in diesem Bereich stellt die Bahn zusätzlich 50 Millionen Euro bereit. KEN
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