Die Pflöcke sind eingeschlagen: Umgestaltung der Mittelstreifen schreitet voran

Mitglieder der Bürgergruppe markieren den Verlauf des künftigen Weges auf dem Mittelstreifen in der Lietzenburger Straße. (Foto: KEN)

Schöneberg. Trotz sengender Sonne hatte die Bürgergruppe die Ärmel hochgekrempelt und einen Weg sowie die Flächen für Blumenwiesen, Sträucher und Rabatten abgesteckt. Die Verschönerung der Mittelstreifen an der Urania und in der Lietzenburger Straße schreitet voran.

Die Projektgruppe „Grün-bunter Mittelstreifen“ mit einem harten Kern von 25 Bürgern hatte zu einem Termin direkt auf dem Mittelstreifen in der Lietzenburger Straße eingeladen. Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Grüne) eröffnete die Veranstaltung im Bereich der Querung Bayreuther Straße. Es wurden nicht nur Pflöcke eingeschlagen. Vorgestellt wurde auch das erarbeitete Gestaltungskonzept für die vernachlässigten Freiflächen.

Unter Leitung der gemeinnützigen Regionalentwicklungsgesellschaft „Büro Blau“ hat die engagierte Bürgergruppe in mehreren Werkstätten kreative Ideen entwickelt. Zudem fand eine Befragung von Anwohnern und ansässigen Hoteliers statt. Sie floss in die Ergebnisse ein.

Elf Maßnahmen haben sich herauskristallisiert, mit denen die Mittelstreifen zu echten Aufenthaltsorten werden könnten. Das Projekt wird bis 2017 aus Fördermitteln des Städtebauförderprogramms Aktive Zentren finanziert.

So sollen die bestehenden Pfade breiter ausgebaut und gut begehbar gestaltet werden. Wünschenswert sind Bänke mit Armlehnen an jedem Sitz und weitere Müllbehälter sowie Tütenspender für Hundekot. Frühlingsblüher, Wildblumen und blühende Sträucher, von Paten gepflegt, sollen die Grünstreifen beleben.

Denkbar wäre eine Lichtinszenierung im „Bogen von 124,5 Grad“ gegenüber der Urania. Das Konzept sieht am 1987 eingeweihten Kunstwerk von Bernar Venet einen Treffpunkt vor. Deshalb sollen auch die Bäume erhalten bleiben. Die Bürgergruppe will darüber hinaus möglichst klimaangepasste Bäume an der Martin-Luther-Straße nachpflanzen und die Baumreihen auf dem Streifen in der Lietzenburger Straße ergänzen. Auf der anderen Straßenseite befindet sich das Aids-Memorial. Es könnte zu einem „Forum an der Schleife“ aufgewertet werden. Damit das innerstädtische Grün wirkt, schlagen die Bürger hier Tempo 30 vor. Immer im Gespräch ist die Frage, wie die Hotels vor Ort in das Projekt eingebunden werden könnten. Sibyll Klotz rät, auf die Hoteliers erst zuzugehen, „wenn schon etwas zu sehen ist“.

Als nächste Aktion will die Gruppe „grün-bunter Mittelstreifen“ im September oder Oktober Blumenzwiebeln setzen, so Ingrid Lankenau vom Büro Blau. Vorbild sind die Beete am Nollendorfplatz. KEN

Weitere Informationen unter www.bueroblau.de.
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