Fahrradpolitische Kieztour zu neuralgischen Punkten in Schöneberg

Schöneberg. Der Fahrradverkehr im Bezirk nimmt zu. Das städtische Verkehrswegenetz aber hat sich dieser Entwicklung noch nicht angepasst.

Wo die neuralgischen Punkte in Schöneberg liegen, hat die Stadtteilgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auf einer fahrradpolitischen Kieztour am 8. Mai aufgezeigt. BVV-Vertreter von CDU, SPD und Grünen erläuterten vor Ort ihre Vorstellungen zur Verbesserung des Radverkehrs.

Vor dem Start am Rathaus Schöneberg nannte Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) erzielte Verbesserungen: mehr Radbügel vor dem Rathaus Schöneberg und erste, finanziell abgesicherte Planungen für den Ausbau eines Fahrradnebenroutennetzes.

Erste Station der acht Kilometer langen Tour: der Innsbrucker Platz. „Hier passiert fast gar nichts“, so die Kritik des grünen Bezirksverordneten Ulrich Hauschild. BVV-Beschlüsse, etwa zur Verbreiterung der Radstreifen in der Hauptstraße, oder Forderungen nach vorgezogenen Haltelinien, mehr Abstellmöglichkeiten und einem Radweg von der Innsbrucker Straße über das östlich gelegene Plätzchen an der Kreuzung in die Ebersstraße würde die Verkehrslenkung Berlin abschmettern.

Nächster Halt war die Crellestraße. Da das Projekt eines Multifunktionswegs durch den „Crelle-Wald“ gekippt wurde, nachdem die Deutsche Bahn bekannt gegeben hatte, die Stammbahn reaktivieren zu wollen, möchte die CDU, so ihr Verordneter Matthias Steuckardt, in der nördlichen Crellestraße einen Zweirichtungsradweg anlegen.

Die Grünen hoffen immer noch auf den Bau des Multifunktionswegs, zumindest temporär für einen Zeitraum von zehn Jahren. Aus dem Publikum kam der Vorschlag, die Crellestraße zur Fahrradstraße umzuwidmen. Ein Problem für Radler bleibe der Crelle-Markt.

Am U-Bahnhof Heinrich-von-Kleist-Park sprach zuletzt Annette Hertlein über den Radverkehr auf Hauptstraßen. In der Martin-Luther-Straße, der Potsdamer Straße oder der Bundesallee kann sich die SPD-Verordnete Radschnellwege vorstellen. Es gebe „viel Gestaltungspotenzial“; doch sei die Finanzierung problematisch. Aus der Veranstaltung nahm Annette Hertlein noch die Anregung für eine Schwerpunktaktion des Ordnungsamts in der Hauptstraße mit. Hier sei die Busspur immer zugeparkt. KEN
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