Kritik an „Autofahrerabkassierzonen“

An der Parkuhr scheiden sich die (politischen) Geister im Bezirk. (Foto: KEN)

Schöneberg. Wie berichtet will der Bezirk das Parken im Schöneberger Norden kostenpflichtig machen. SPD und Grüne unterstützen das Vorhaben. Die FDP Schöneberg hat damit ein Wahlkampfthema.

„Zwischen S-Bahn und Göben-, Pallas- und der Hohenstaufenstraße soll eine solche bereits im zweiten Halbjahr 2017 eingeführt werden“, sagt Sebastian Ahlefeld, Mitglied im Schöneberger FDP-Vorstand.

Ahlefeld hält es für nicht ausgeschlossen, dass auch die Straßen rund um den Winterfeldtplatz und den Nollendorfplatz zu Parkraumbewirtschaftungszonen werden. Die Folgen solcher Maßnahmen könnten dieselben sein, wie sie derzeit bereits bei der Begegnungszone Maaßenstraße zu erleben sind, warnt der Freidemokrat. „Geschäfte und Händler verlieren ihre Kunden, die Kiezgeschäfte machen zu und die Händler weichen auf andere Wochenmärkte aus.“

Die wirtschaftsfreundliche FDP hält nichts von solchen „Autofahrerabkassierzonen“. Sie würden die Sorgen der Händler nur noch verstärken. Sebastian Ahlefeld verweist auf eine Umfrage seines Ortsverbandes unter Geschäftsleuten in der Maaßenstraße vom Juni. Danach hätten 92 Prozent der Befragten angegeben, durch die Umgestaltung der Straße in eine Begegnungszone Umsatzeinbußen erlitten zu haben. Manche Gewerbetreibenden erwägten der Umfrage nach sogar, ihre Läden aufzugeben. KEN
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