Aktionsplan soll Flüchtlinge in Arbeit bringen

Tempelhof-Schöneberg. Unternehmen in Tempelhof-Schöneberg und das Bezirksamt arbeiten an einem gemeinsamen Aktionsplan, um Flüchtlingen Praktikums- oder Ausbildungsplätze zu verschaffen.

Für Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) ist neben dem Erwerb der deutschen Sprache die Möglichkeit zu arbeiten, um selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen zu können, ein „wichtiger Grundpfeiler einer gelungenen Integration“. Schöttler hat deshalb das Projekt „Flüchtlinge in Arbeit“ angeschoben. Nach einer ersten Zusammenkunft im Dezember sind nun die Bürgermeisterin und Martina Marijnissen, Leiterin der bezirklichen Wirtschaftsförderung, mit Vertretern von Firmen, bezirklichen Netzwerken, der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und der Jugendberufsagentur zu einer weiteren Runde zusammengetroffen. Bei den Gesprächen zeichnete sich ab, dass die Unternehmen durchaus den Ausbildungsmarkt bedienen wollen. Auf Bundesebene hat gerade der Zentralverband des Deutschen Handwerks zugesichert, 10 000 Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.

Davon müssen Unternehmen in Tempelhof-Schöneberg erst noch überzeugt werden. Daimler-Benz hat Praktikumsplätze angeboten. „Voraussetzungen sind die Akzeptanz in der Belegschaft und ein Kümmerer, der als Ansprechpartner für die jungen Leute zur Verfügung steht“, sagt Angelika Schöttler. Und das Argument der „Fachkräftesicherung“.

Die Teilnehmer der Runde vereinbarten, Flüchtlinge und Unternehmen zusammenzubringen, jedoch nicht in Form einer klassischen Messe. Da sei die Hemmschwelle für Flüchtlinge zu hoch. Gewählt wurde ein persönlicheres Format, dass sich insbesondere an kleine und mittelständische Betriebe richtet. Vermitteln soll die Jugendberufsagentur.

Bei dem jüngsten Treffen hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet. Darin vertreten sind Unternehmen, die Wirtschaftsförderung, eine Mitarbeiterin der Integrationsbeauftragten und erfahrene freie Träger. Die AG will weitere konkrete Vorschläge für „Flüchtlinge in Arbeit“ entwickeln. KEN
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