Bürgermeisterin Angelika Schöttler ist Patin von Auszubildenden geworden

Dass der Paternoster auch mal hängen blieb, quittierten Bürgermeisterin Angelika Schöttler und ihr Mitfahrer mit einem Lächeln. (Foto: BA)

Schöneberg. Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) hat die Patenschaft für 14 Jugendliche übernommen.

Es sei ein "besonderer Tag" für die jungen Leute gewesen, heißt es beim Verein Umwelt, Bildung, Sozialarbeit (UBS). Die Auszubildenden bei UBS rund um die Kochschule Palladin in der Pallasstraße 14 können seit dem 26. Februar mit ihren Sorgen und Nöten zu Angelika Schöttler kommen.

Die Azubis, die im vergangenen Jahr mit ihrer Ausbildung begonnen haben, waren zur feierlichen Unterzeichnung der Patenverträge ins Rathaus Schöneberg eingeladen worden.

Zunächst ging es in den kleinen Kinosaal des Rathauses. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde schaute man sich gemeinsam das Kiezvideo über die Anfänge des Café Palladin und der Kochschule von Dokumentarfilmer Bertram von Boxberg an. Anschließend ging es auf abenteuerliche Fahrt mit dem Paternoster -einer von nur noch 23 Exemplaren in ganz Berlin - in die Beletage des Verwaltungsgebäudes. Abenteuerlich deshalb, weil die historische Variante des Fahrstuhls während der Fahrt mit der Bürgermeisterin auch mal hängen blieb. Die Paternoster-Fahrgäste quittierten den unfreiwilligen Stopp mit einem Lachen. Er sei keinesfalls als schlechtes Omen für die Vertragsunterzeichnung gesehen worden, sagte die stellvertretende Pressesprecherin des Bezirksamts, Barbara Feller.

Die fand dann im John-F.-Kennedy-Saal statt. Die Bürgermeisterin verlas zunächst die Vereinbarung, bevor alle die Urkunden unterzeichneten. Angelika Schöttler übernahm wie beim kirchlichen Taufritus die Verpflichtung, ihre Patenkinder tatkräftig zu unterstützen. Falls es also einmal während der Ausbildung irgendwo "klemmt", dürfen die Jugendlichen bei der Rathauschefin persönlich anrufen.

"Ich möchte verdeutlichen, dass mir dieses Projekt sehr wichtig ist, und gleichzeitig die Motivation der Jugendlichen erhöhen, die Ausbildung gut abzuschließen", sagte Angelika Schöttler über ihre Gründe, eine solche Patenschaft zu übernehmen. Persönlich interessiere sie, mehr über den Ausbildungsalltag und über die Jugendlichen zu erfahren.

"Dieses Versprechen ist in der heutigen Zeit Gold wert und kann kaum genug gewürdigt werden", meint Brigitte Keller von der UBS-Geschäftsleitung. "Das ist besonders wertvoll, weil damit auch das Versprechen verbunden ist, sich nach erfolgreicher Abschlussprüfung um eine feste Anstellung für die Auszubildenden zu bemühen."

Spätestens im Frühsommer nächsten Jahres gibt es für Bürgermeisterin Angelika Schöttler ein Wiedersehen mit ihren Patenkindern: bei einem weiteren Treffen, bei dem es um den Stand der Ausbildung und die Berufsaussichten gehen wird.


Karen Noetzel / KEN
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