Seit einem Jahrzehnt begrüßt das Ellington Hotel seine Gäste

Das Ellington Hotel war in den 30er-Jahren als "Haus Nürnberg" fester Bestandteil des Berliner Nachtlebens.
Berlin: Ellington Hotel Berlin |

Schöneberg. Der Stolz ist Tina Brack anzusehen. Rund 943 000 Gäste konnten die geschäftsführende Direktorin und das Team des Hotels Ellington in der Nürnberger Straße in den vergangenen zehn Jahren begrüßen.

Seit 2007 ist das Vier-Sterne-Haus mit der eindrucksvollen, 185 Meter langen Fassade ein Treffpunkt in der Hauptstadt. Zurzeit kümmern sich rund 130 festangestellte Mitarbeiter und Auszubildende um das Wohl der Gäste. Das Hotel ist insbesondere für seine interessanten Veranstaltungen wie Lesungen, Themen-Dinner und Kochevents, Marktveranstaltungen im Innenhof und Konzerte verschiedenster Art bei Hotelgästen und Einheimischen bekannt.

Der Berliner Unternehmer und Hotelier Ekkehard Streletzki, Jahrgang 1940, hatte eine glückliche Hand, als er den in den 20er-Jahren im Stil der Neuen Sachlichkeit als „Haus Nürnberg“ errichteten, denkmalgeschützten Komplex in einer Kooperation mit der Ideal Lebensversicherung für 40 Millionen Euro sanierte. Der Entwurf für den Umbau stammt vom Berliner Architekturbüro Reuter und Schoger.

Wo sich heute hinter der travertinverkleideten Fassade 285 Zimmer und Suiten, Veranstaltungsräume für bis zu 800 Personen, ein Weintresor, ein Sommergarten, ein mehrfach ausgezeichnetes Restaurant und das gläserne Sendestudio von Jazzradio 106.8 befinden, trafen sich Berlins Nachtschwärmer der 30er-Jahre im legendären Tanzsaal „Femina-Palast“, gaben im bekanntesten Jazz-Club Berlins der Fünfziger und Sechziger, der „Badewanne“, Größen wie Count Basie, Ella Fitzgerald oder Duke Ellington Konzerte und war die Diskothek „Dschungel“ in Hausnummer 53 des Gebäudes fester Bestandteil des Westberliner Nachtlebens zwischen 1978 und 1993.

An den Zauber von einst erinnern die auffälligen Messingrahmen der Fenster, die hohen Schaufenster, die abgerundeten Erkerecken und die horizontal gezogene Gliederung der Gebäudefront. Auch das originale Foyer und das Haupttreppenhaus sind erhalten geblieben. KEN
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