Silicon Euref: US-amerikanisches Unternehmen eröffnet Innovationszentrum

Das neue Innovationszentrum steht auf dem Euref-Campus. Im Vordergrund das Baumhaus für Tagungen. (Foto: KEN)
Berlin: open Berlin |

Schöneberg. Auf den Euref-Campus ist neuer, gewichtiger Mieter gezogen. Am 15. Oktober hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) das Cisco-Innovationszentrum „open Berlin“ eröffnet.



Das Unternehmen aus San José am südlichen Ende des Silicon Valley will in den kommenden Jahren hier rund 30 Millionen investieren. Unternehmer aus den Branchen Fertigung, Logistik und Verkehr, Start-ups, Forscher und Technologieexperten können hier gemeinsam im Co-Working-Space rund um die Uhr neue Ideen und Technologien entwickeln. Für bis zu 150 Menschen sind Arbeitsplätze auf drei Etagen vorhanden.

„Komm mit einem Problem zu uns und sechs Monate später kannst du mit der Lösung Geld verdienen“, formuliert Bernd Heinrichs, Managing Director von „open Berlin“, das Motto der Einrichtung. Es geht um die Digitalisierung der Industrie, um das „Internet of Everything“ (IoE), das Internet der Dinge.

Herzstück ist ein Entwicklungslabor. Hier werden Branchenlösungen und Lösungen für besondere Kundenanforderungen entwickelt. In der „Lab Area“ entwickeln Cisco-Experten gemeinsam mit Branchenpartnern und Start-ups Pilotprodukte. Auch ein eigener IoT-Demonstrationsraum gehört zu „open Berlin“.

Das Internet der Dinge sei die vierte Internetwelle nach E-Mail, Internethandel und den sozialen Netzwerken, die milliardenschwere Unternehmen hervorgebracht haben, sagt Oliver Tuszik, geschäftsführender Vorsiztender von Cisco Deutschland. „Innovation ist in Deutschland mehr als nötig“, so Tuszik weiter. Alle redeten von der Digitalisierung industrieller Abläufe, nur deren Umsetzung sei noch nicht so verbreitet. Aber das Silicon Valley soll nicht kopiert werden. „Deutschland ist nach wie vor ein Land der Ingenieure.“

Nicht nur, was in dem Gebäude geschieht, ist ziemliches Neuland. Auch das Drumherum ist es. Lichtschalter, LCD-Bildschirme, passive Glühbirnen, Overhead-Projektoren, Tischtelefone oder Drucker fehlen. Die Arbeitsplätze verbreiten Wohnatmosphäre. Die meisten Möbel und weitere Einrichtungsgegenstände sind aus zweiter Hand. Für Tagungen triftt man sich in einem Baumhaus. KEN

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