Zwei Felder für die Reinick-Schüler: Siemensstadt bekommt moderne Sporthalle

Musiklehrer Reinhard Müller und Viertklässler der Robert-Reinick-Grundschule sorgten mit einem Ständchen für einen gelungenen Auftakt der Grundsteinlegung. (Foto: Berit Müller)
 
Stadtrat Gerhard Hanke, Schullleiterin Jale Kaplan und Architekt Hans-Martin-Schmid bei der Grundsteinlegung für die neue Sporthalle der Reinick-Grundschule. (Foto: Berit Müller)
Berlin: Robert-Reinick-Grundschule |

Siemensstadt. Das Loch fürs Fundament haben die Bagger schon ausgehoben, am 4. November kam der Grundstein in die Erde. Im Sommer 2017 soll an der Robert-Reinick-Grundschule eine neue Zweifelder-Sporthalle mit allem Drum und Dran stehen.

„Wisst Ihr denn überhaupt, was ein Grundstein ist?“, fragt Gerhard Hanke (CDU) ein Grüppchen Viertklässler. Der Spandauer Sportstadtrat und die Kinder der Robert-Reinick-Schule haben sich vorm Bauzaun am Heckerdamm getroffen – dort, wo die Kleinen gleich beim Enthüllen des Bauschilds helfen dürfen. Danach feiern sie die Grundsteinlegung für ihre neue Sporthalle, so viel wissen die Mädchen und Jungen schon. Also kennen sie das Wort, klar. Es kommt ja außerdem im Lied vor, das sie gleich zu Beginn der Zeremonie schmettern: „Ejoh, dieses Haus macht uns alle froh“, lautet der Refrain des Songs, den Musiklehrer Reinhard Müller frei nach einem Hit von Popstar Milow zusammengebastelt hat und nun mit seinen Schützlingen zum Besten gibt. Der Ohrwurm gefällt Gerhard Hanke sichtlich – und auch allen anderen Gästen.

Gemeinsam mit den Kindern schreiten Stadtrat, Schulrat, Lehrer, Planer, Architekten und Bauleute dann zum offiziellen Baustart für die neue Zweifelder-Sporthalle der Robert-Reinick-Grundschule. Die ist ein Zusammenschluss mit der ehemaligen Hermann-Löns-Grundschule am Standort zwischen Jungfernheideweg und Heckerdamm. Insgesamt 620 Mädchen und Jungen lernen dort inzwischen – und besuchen den Sportunterricht. Weshalb die alte Einfachhalle auf dem Gelände aus allen Nähten platzt. „Wir sind bis in die Abendstunden komplett ausgelastet, manche Klassen müssen wir zum Sportunterricht sogar ins benachbarte Siemens-Gymnasium schicken“, sagt Sportlehrer Jörg Pecher. Er hat die Pläne für den Neubau schon gesehen und kann kaum erwarten, dass es losgeht. In der künftigen Zweifelder-Halle können sich – wie´s der Name andeutet – immer zwei Klassen gleichzeitig im Basketball, Volleyball, Handball und Fußball messen. Auch fürs Geräte- und Bodenturnen, kurz, alles an überdachtem Sport und Spiel, was die Lehrpläne vorsehen, sind dann beste Bedingungen da. Pecher rechnet nicht zuletzt mit einem „Riesen-Ansturm“ seitens der Freizeitsportler im Wohngebiet.

Wo heute noch die Bagger und Bauleute herrschen, wird spätestens im Sommer 2017 nicht nur eine hochmoderne Zweifelder-Halle stehen, auch drumherum soll alles picobello sein. Neubau von Haus und Außenanlagen kosten den Bezirk insgesamt 5,1 Millionen Euro.

Die singenden Viertklässler dürften vorm Wechsel an die Oberschule gerade noch so in den Genuss der neuen Sportstätte kommen – dafür wissen sie aber, was sich im Fundament befindet. Schließlich schauen die Kinder gespannt zu, als der Stadtrat nach altem Brauch Baupläne, Münzen und Tageszeitung in eine zylinderförmige Kassette stopft. Die kommt in den Grundstein, Zement drauf, fertig. Dass die Bauarbeiten zügig vorangehen und die Halle pünktlich eröffnen möge, wünschen sich Gerhard Hanke und Schulleiterin Jale Kaplan. „Ich hoffe, dass wir uns im Frühjahr zum Richtfest wiedertreffen“, sagt Kaplan. „Dann sollen alle Schüler mitfeiern.“ Ein Liedchen zum Anlass hat Musiklehrer Müller bestimmt auch schon im Kopf. bm
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