DHL-Zustellbasis am Rohrdamm in Betrieb gegangen

In der DHL-Zustellbasis am Rohrdamm werden die Pakete jetzt automatisch sortiert. (Foto: Kiefert)

Siemensstadt. Pakete erreichen die Berliner künftig noch schneller. Denn die Post hat die Sortiertechnik in ihrer DHL-Zustellbasis am Rohrdamm 7 von Handarbeit auf Automatik umgestellt.

Die Deutsche Post DHL hat Mitte Oktober in Siemensstadt die bundesweit größte mechanisierte Zustellbasis in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von rund 8400 Quadratmetern werden am Rohrdamm täglich etwa 24 000 Päckchen und Pakete sortiert und von den 130 Paketzustellern in die Bezirke Charlottenburg, Wedding und Moabit ausgeliefert. Auch Pakete für Siemensstädter werden von dort aus verteilt. Wie genau die neue, automatisierte Sortiertechnik funktioniert, erklärte der Leiter der Zustellbasis, Sven Schmadtke, bei einem Rundgang durch die Halle. Bei dem Termin am 12. November war auch Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) dabei. Bereits um 4.30 Uhr fahren jeden Morgen die Lkw mit ihrer Ladung aus dem Paketzentrum im brandenburgischen Börnicke vor. An den Rampen können acht Lastwagen zeitgleich entladen werden. Transportiert über Förderbänder werden die Pakete gescannt und dann - je nach Postleitzahl - automatisch der richtigen Zustelltour zugeordnet. Vorher erfolgte dieser Arbeitsschritt noch manuell.

"Durch die beschleunigte automatische Sortierung können Pakete früher als bisher verladen und damit noch schneller an unsere Kunden ausgeliefert werden", sagte Sven Schmadtke. Auch den Paketzustellern bringe das neue Konzept Vorteile: Mittels ausziehbarer Rutschen können sie die Pakete jetzt bequem und ohne Bücken auf einer Höhe von 1,20 Metern direkt in die gelben Postfahrzeuge laden. Wiegen darf ein Paket maximal 31,5 Kilogramm. Trotz der Umstellung auf Automatisierung hat die Post in der Zustellbasis noch 15 weitere Zusteller eingestellt.

Mit der Weihnachtszeit boomt das Paket-Geschäft. Auch Manfred Jakob hat jetzt viel zu tun. Der gebürtige Spandauer arbeitet seit 15 Jahren bei der Post. Seine Schicht in der Zustellbasis beginnt um 8.50 Uhr. Bis zu 170 Pakete liefert er täglich in Siemensstadt aus. Obwohl der Job körperlich anstrengend ist, denn in den meisten Häusern, die er auf seiner Tour anfährt, gibt es keine Fahrstühle, mag er seine Arbeit. "Ein Quäntchen Freude gehört dazu, sonst braucht man diesen Job nicht zu machen", sagte Jakob. Auch gute Deutschkenntnisse und ein freundliches Wesen gehören dazu. Dank der modernen Sortiertechnik übernimmt die Zustellbasis ab Ende November die zusätzliche Funktion eines kleinen Paketzentrums. Sendungen aus einigen Regionen Deutschlands werden dann direkt in der Zustellbasis angeliefert und weiter verteilt, ohne zuvor das Sortierzentrum in Börnicke/ Brandenburg durchlaufen zu müssen. Das verkürzt die Transportwege und spart Zeit.


Ulrike Kiefert / uk
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