Nokia Siemens Networks richtet Transfergesellschaft ein

Siemensstadt. Von den 1000 Arbeitsplätzen beim Telekommunikationsausrüster Nokia Siemens Networks werden in den kommenden Monaten 160 Stellen entfallen. Das teilte das Unternehmen am 31. Oktober mit.

Der Arbeitsplatzabbau ist Teil eines Restrukturierungsprogramms, von dem weltweit 17 000 und in Deutschland 2900 Arbeitsplatz betroffen sind. Mit dem Betriebsrat Berlin Siemensdamm hat das Unternehmen abgesprochen, dass die Betroffenen ein Angebot zum Übertritt in eine Transfergesellschaft erhalten. Die Überleitungen werden am 1. Dezember sowie am 1. Februar kommenden Jahres wirksam. Die Transfergesellschaft ist auf 18 Monate angelegt. In dieser sollen die Mitarbeiter weiterqualifiziert und bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt werden. Die Alternative hierzu wären lauf Olaf Horsthemke, Arbeitsdirektor bei Nokia Siemens Networks Deutschland, betriebsbedingte Kündigungen.Der SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz hält es für sehr bedauerlich, dass das Unternehmen "gegen den Trend in der Branche Stellen in Berlin abbaut". Gerade jetzt sei Berlin dabei, sich zu einem europäischen Silicon Valley zu entwickeln, einem Zentrum für neue Technologien, das es mit seinem kalifornischen Pendant aufnehmen kann.

Auch der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz bedauert die Unternehmensentscheidung. Allerdings vermutet er, dass die meist hochqualifizierten Mitarbeiter gute Chancen auf dem Berliner Arbeitsmarkt haben werden. Nur "bedingt beruhigend" hält Buchholz die Tatsache, dass andere Standorte vom Arbeitsplatzabbau weitaus stärker betroffen sind als Berlin.

Zu Beginn des Jahrs hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass Berlin einer der "geschäftstragenden Standorte" sei, die "nahe an den Hauptkunden" operierten.


Christian Schindler / CS
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