Siemens-Oberschule bekommt eine Mensa

Bürgermeister Kleebank (Mitte) informiert sich bei Schulleiter Michael Pohl und seiner Stellvertreterin, Claudia Kremer, über die Arbeiten. (Foto: Ulrike Kiefert)

Siemensstadt. Die Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule ist das einzige Ganztagsgymnasium in Spandau. Für die 530 Schüler wird gerade eine neue Mensa gebaut. Auf seiner Bildungstour schaute Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) dort vorbei.

In der Oberschule am Jungfernheideweg 79 wird tüchtig gearbeitet - für die Abiturprüfungen und ganz besonders für die neue Mensa. Im Mai soll sie fertig sein und die kleine Cafeteria als Vollkostküche ablösen. Die Mensa ist allerdings kein Neubau, sondern entsteht im alten Trakt der Johann-Georg-Halske-Realschule, die mit der Heinrich-Hertz-Hauptschule zur Schule an der Jungfernheide (ISS) fusioniert ist. So wurde das Gebäude für die Friedrich-von-Siemens-Oberschule frei. "Außer der Mensa bekommen wir so auch drei neue Unterrichtsräume und eine schulinterne Bibliothek", informierte Claudia Kremer. Die stellvertretende Schulleiterin führte mit Schulleiter Michael Pohl am 12. April den Bürgermeister über die Baustelle.

Obwohl die Oberschule das einzige Ganztagsgymnasium in Spandau ist, verzeichnet sie sinkende Schülerzahlen. Dabei liegt sie mitten im Grünen, der Campus ist riesig und die Lehrer leisten gute Arbeit. "Viele Eltern bevorzugen aber inzwischen auch die Sekundarschulen", sagte Schulleiter Michael Pohl. Dort hätten ihre Kinder ein Jahr länger Zeit für das Abitur. So muss die Schule also mit Inhalten punkten und das tut sie engagiert.

Wirtschafts-Englisch und Spanisch gehören ebenso zum Angebot wie künstlerische und literarische Module. Auch ihr mathematisch-naturwissenschaftliches Profil hat die Schule gefestigt. Sie nimmt an zahlreichen Wettbewerben teil, ist die einzige Berliner Partnerschule der Siemens AG und pflegt auch anderswo ihre Kooperationen, so mit der FU Berlin. Seniorenpartner und Sozialarbeiter begleiten die Schüler, es gibt zwei Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und wer will, kann Schülerpate für die Jüngeren werden. Die Schule hat mittlerweile 33 PC-Arbeitsplätze, 17 Whiteboards für den interaktiven Unterricht und ist seit Neuestem im bundesweiten Ganztagsnetzwerk.

Auch vom Engagement der Eltern konnte sich Bürgermeister Kleebank überzeugen. Mit ihrer Hilfe wurden Klassenräume und Flure renoviert und Projekte wie zuletzt die Lichtergalerie auf dem Schulhof realisiert. Auch soll der Pausenhof insgesamt grüner werden. "Das ist momentan unser größter Wunsch", sagte Elternsprecherin Andrea Gowitzke. Für 2015 hat der Bezirk die Sanierung der in die Jahre gekommenen Schule in seiner Investitionsplanung. Kostenpunkt: 3,5 Millionen Euro. "Wir hoffen aber, dass es schon früher losgeht", sagte Claudia Kremer. Dann wäre mit der neuen Mensa fast alles perfekt.


Ulrike Kiefert / uk
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