Liegenschaftskataster wird modernisiert: Daten in neues Informationssystem überführt

Spandau. In der Havelstadt wird derzeit das Liegenschaftskataster grundlegend modernisiert und in das in allen Bundesländern eingesetzte Datenmodell „Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem“ (ALKIS) überführt. In Spandau sind davon etwa 33.500 Flurstücke und rund 63.000 Gebäude betroffen.

Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mitteilte, kommt es bei der Umstellung und der damit verbundenen Übertragung der Daten vorübergehend zum Stillstand bei der Eintragung von Veränderungen im Datenbestand des Liegenschaftskatasters. Betroffen ist davon auch die Durchführung von Grundstücksteilungen. Die Unterbrechung der Fortführung wird bis voraussichtlich 1. Dezember dauern. Aus Gründen der Rechtssicherheit des Liegenschaftskatasters muss sichergestellt sein, dass die Daten vor und nach der Umstellung identisch sind. Daher muss aus rechtlicher Sicht jede Veränderung der Daten während der Umstellung unterbleiben.

Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) versichert jedoch, dass „Auskünfte und amtliche Auszüge aus dem Liegenschaftskataster während des Umstellungszeitraums uneingeschränkt gegeben werden können“. Und er verweist auf die Vorteile des neuen Systems. „Mit dem Verfahren ALKIS werden die Daten des Liegenschaftskatasters effizienter genutzt werden können“, so Röding.

Im Liegenschaftskataster des Landes Berlin werden rund zwei Millionen Objekte geführt, darunter etwa 400.000 Flurstücke und 550.000 Gebäude. Aufgrund der bisherigen technologischen Entwicklungen wurden dafür aber bislang noch zwei verschiedene Verfahren genutzt. Konzeptionen und Datenstrukturen beider Altverfahren stammen aus den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und entsprechen nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Geodateninfrastruktur. Die Daten dieser beiden Systeme werden daher nun in ALKIS, ein neues und integriertes Programmsystem überführt. Ud
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