Bürgermeister Michael Müller zu Gast im Kant-Gymnasium

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller stand Schülern des Kant-Gymnasiums in einer Diskussionsrunde Rede und Antwort. (Foto: Mia Bavandi)
 
Michael Müller im Kreise der Kant-Schüler mit Jan Kanzler (5.v.l.) und Direktorin Angelika Hamann (r.). (Foto: Mia Bavandi)
Berlin: Kant-Gymnasium |

Im Rahmen der hauseigenen „Kant trifft ..."-Reihe diskutierten Schüler der Oberstufen mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), der den jungen Polit-Akteuren Rede und Antwort stand.

„Wir haben natürlich ein wenig geübt und uns auf den Besuch von Bürgermeister Müller vorbereitet. Aber einstudiert haben wir nichts“, sagt Jan Kanzler, Lehrer für Politikwissenschaft am Kant-Gymnasium.

Dort nämlich hatte sich Montagvormittag hoher Besuch angekündigt. Michael Müller ist der Einladung des ältesten Gymnasiums von Berlin gefolgt und stand einer auserwählten Schülergruppe Rede und Antwort zu politischen Themen und persönlichen Fragen. Diskussionsrunden mit Politikern stellen im Kant-Gymnasium keine Seltenheit dar. Teilnehmer des Wahlpflichtkurses Politikwissenschaft dürfen zusammen mit den Oberstufenschülern der PW-Kurse in regelmäßigen Abständen in der Aula der Schule teilnehmen. Zudem stehen neben der theoretischen Auseinandersetzung mit politischen Themenfeldern, der Analyse von Konflikten in Staat und Gesellschaft auch außerschulische Aktivitäten an. Besuche des Reichstages und Gespräche mit Politikern, Diskussionen und Debatten oder der Besuch des Polit-Talks „Maybrit Illner“ zum Thema „Wie sozial wird Jamaika?“ im November des Vorjahres machen Politik für junge, an „Staatskunst“ interessierte Schüler erlebbar. „Im Rahmen unserer Reihe ,Kant trifft ...’ hatten wir auch schon Renate Künast und Hans-Olaf Henkel bei uns zu Gast. Schüler sollen einen Überblick über die Parteienlandschaft erhalten und selbst erfahren, wofür die Parteien stehen oder nicht. Die Junior-Wahl haben wir an unserer Schule ebenso durchgeführt“, berichtet Jan Kanzler, der die "Kant trifft ..."-Initiative konzipiert hat und weitere Besuche von Persönlichkeiten in der Politik für kommendes Frühjahr und Sommer organisiert.

„Für uns ist es sehr wichtig, interessant und informativ, Fragen, die zu Unterrichts- und aktuellen politischen Themen passen, an Politiker zu stellen und uns thematisch damit auseinandersetzen zu dürfen“, äußert sich Oberstufenschüler Fabian Richter, der sich wie seine Podiumskollegen als eifriger Diskutant zeigte. „Schließlich machen wir das nicht zum ersten Mal“, so Fabian Richter, der als ehemaliger Schulsprecher des Kant-Gymnasiums seine ersten Erfahrungen in einem schulpolitischen Amt sammeln konnte.

Der von den Schülern der Oberstufe erstellte Katalog zur Diskussion mit Bürgermeister Müller umfasste nicht nur persönliche Fragen zu Müllers politischem Werdegang oder etwa dessen Vorbildern, sondern vorwiegend Fragen zur aktuellen Situation in Deutschland oder Berlin bewegende Themen sowie abschließend einige internationale Themen in und zu Europa sowie der gesamten Welt, die aktuell in manchen PW-Unterrichtsstunden vermittelt werden.

„Unsere Erwartungen haben sich erfüllt“, so der Tenor unter den Diskussionsteilnehmern. „Es war sehr informativ, vor allem jene Themen, die Berlin betroffen haben“, finden Fabian Richter und seine Mitschüler. Wie zum Beispiel die Diskussion um Berliner Schulen, ihr baulicher Zustand oder schlechtes Abschneiden im nationalen und internationalen Vergleich. „Einerseits sind Benchmarks gut. Andererseits berücksichtigen sie viele Dinge nicht“, sagt Michael Müller und regt zur Vorsicht mit einem reinen Leistungsvergleich an. Das vom Senat in den nächsten zehn Jahren zur Verfügung gestellte Budget in Höhe von 5,5 Milliarden Euro für Sanierungsmaßnahmen in Berliner und Neuerrichtungen von Schulen werde Verbesserungen und positive Auswirkungen im Schulbereich zeigen. Ob denn das nicht zu spät komme, wollten die Schüler wissen: „Das kann man immer sagen, doch man muss auch sehen, wo Berlin herkommt“, findet Michael Müller und betont die positive Stadtentwicklung und den finanziellen Aufschwung seit der Wiedervereinigung: „Jetzt haben wir Ressourcen, jetzt können und werden wir mehr machen.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.