Eine Hochschule für Spandau

Spandau. Der Bezirk soll für Studenten attraktiver werden. Das geht am besten mit einer eigenen Hochschule, findet die CDU. Der Bildungsausschuss ist derselben Meinung.

Für Spandau als Hochschulstandort hat sich jetzt der Bildungsausschuss auf Antrag der CDU-Fraktion ausgesprochen. Das Bezirksamt soll damit aufgefordert werden stärker dafür zu werben. Denn in den Randbezirken wie Spandau gibt es bisher so gut wie keine Universitäten. Sie konzentrieren sich vor allem auf das Zentrum Berlins oder den Ostteil der Stadt.

„Dabei könnten die Randbezirke stark von einem Hochschulstandort oder einer Zweigstelle profitieren. Aus demografischer Sicht würden mehr junge Leute dorthin ziehen, um näher an ihrer Hochschule zu wohnen“, begründet Thorsten Schatz, bildungspolitischer Sprecher den Antrag seiner Fraktion. Dies wiederum hätte auch Auswirkungen auf den Berliner Wohnungsmarkt und würde die hohen Nachfragen in der Stadtmitte mindern.

Und: „Der Zuzug von jungen Studenten hat positive ökonomische und kulturelle Auswirkungen auf den ganzen Bezirk“, so Schatz. Deshalb sollten in Zusammenarbeit mit dem Senat, etablierten Bildungseinrichtungen oder auch mit dem privaten Bildungssektor mögliche Projekte forciert werden.

Die Forderung nach einem eigenen Hochschulstandort in Spandau gibt es schon länger. 2010 hatte die CDU Spandau sie auf Initiative der Jungen Union in ihr Bürgerprogramm aufgenommen und sich auch für ein Studentenwohnheim ausgesprochen. „Die perspektivische Schließung des Flughafen Tegel, der damit verbundene Umzug der Beuth-Hochschule und die permanente Entwicklung des Technologiestandortes Siemensstadt sind nur einige von vielen Gründen, warum Spandau für eine Hochschule attraktiv sein sollte“, argumentiert Patrick Wolf, Vorsitzender der Jungen Union Spandau.

2015 forderte der Parteitag der CDU Spandau dann auch, die Gültigkeitsbereiche der Semestertickets für Berliner Studenten an die der Brandenburger Studenten anzupassen. uk
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