Erschöpft, aber happy: Stein-Gymnasiasten liefen wieder unermüdlich für Afrika

Trotz Regen: Rund 300 Gymnasiasten gingen beim Afrika-Lauf freiwillig an den Start. (Foto: Ulrike Kiefert)

Spandau. Zum „5. Lauf für Afrika“ durch die Altstadt gingen am 7. April wieder rund 300 Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums an den Start. Der Rekord lag bei 41 Runden. Zusammen kamen diesmal 5400 Euro.

Vor der St. Nikolai-Kirche auf dem Reformationsplatz war alles vorbereitet. Fähnchen und Bänder steckten die rund 400 Meter lange Strecke über die Mönchstraße, Havelstraße und die Carl-Schurz-Straße ab. Wasserflaschen standen auf Tischen bereit. Und an der Startlinie hüpften die Schüler aufgeregt von einem Bein aufs andere. Sie wollten jetzt endlich loslaufen. Um 11 Uhr war es dann soweit. Andreas Völzmann, Fachbereichsleiter Sport, gab letzte Anweisungen. Dann schoss Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) als Schirmherr die Startpistole ab.

Spende für Klassenräume, Toiletten und eine Lehrerwohnung

Zum fünften Mal starteten Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zu ihrem Afrika-Lauf. Pro gelaufener Runde bekamen die Schüler einen vorher vereinbarten Geldbetrag von Eltern, Nachbarn, Verwandten oder anderen Sponsoren. Ziel des traditionellen Sponsorenlaufs ist es, Geld für die „Ombili-Stiftung“ zu sammeln. Die setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Belange der Ureinwohner Namibias, den San, ein. Bei ihrem ersten Lauf 2013 hatten die Schüler des Gymnasiums an der Galenstraße 40 mehr als 5000 Euro für einen Sportplatz in Ombili im Norden Namibias gesammelt. Dort leben etwa 500 San. Die Jahre darauf konnten mit dem Geld eine Bibliothek und zwei neue Klassenzimmer für die Grundschule in Ombili mitfinanziert werden. Beim diesjährigen Lauf kamen exakt 5401 Euro zusammen. „Die Hälfte des Geldes fließt wieder an die Ombili-Stiftung“, informierte Andreas Völzmann. Die Grundschule in Ombili braucht weitere Klassenzimmer, Toiletten und eine Lehrerwohnung. Die andere Hälfte geht in diesem Jahr an das Lena Projekt. Lena war eine Schülerin des Gymnasiums, die im Juli 2013 mit 15 Jahren an Krebs starb. Ihre Eltern gründeten den Verein.

Mittlerweile waren die Schüler beim Lauf ganz schön ins Schwitzen gekommen. Aber ans Aufgeben dachte keiner. Denn als Zuschauer standen Eltern, Lehrer, Schulleiter Norbert Verch und fast alle 800 Schüler an der Strecke, um ihre laufenden Schulkameraden anzufeuern. Die wechselten sich beim Teamlauf ab. Während die Hälfte der Aktiven lief, pausierten die Partner. Jedes Team hatte einen Rundenzähler, der Buch über die gelaufene Strecke führte. Nach einer guten Stunde hatten es die Schüler schließlich geschafft. Erschöpft, aber happy liefen sie ins Ziel. „Für die Kinder in Afrika haben sich unsere Schüler wieder ordentlich angestrengt und das alles freiwillig“, freute sich Andreas Volzmann. Der stolze Tagesrekord lag bei 41 Runden. uk
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