Trinkwasser immer noch verunreinigt: Keine Entwarnung für Mensa

Berlin: Kant-Gymnasium |

Spandau. Das Kant-Gymnasium an der Bismarckstraße 54 hat ein Problem. Wegen verunreinigtem Wasser kann die neue Mensa immer noch nicht eröffnen.

Was lange währt, wird endlich gut – zumindest sprichwörtlich. Ob das auch für die neue Mensa des Kant-Gymnasiums gilt, bleibt abzuwarten. Denn eröffnet ist der Neubau für die 140 Schüler immer noch nicht. Passieren sollte das eigentlich schon in den Sommerferien. Grund für die Verzögerung ist die verunreinigte Trinkwasseranlage.

Zur Desinfektion war das Rohrleitungssystem des gesamten Hauses deshalb in den Herbstferien aufwendig gechlort und gespült worden. Das Ergebnis der Proben liegt jetzt zwar vor, doch die Gesundheitsaufsicht des Bezirksamtes kann nicht entwarnen. „Das Trinkwasser ist nach wie vor verunreinigt“, informiert der neue Schulamtsleiter Gregor Kempert. Trotz intensiver Suche konnte die Quelle der Verunreinigung bislang nicht gefunden werden. Vermutet wird, dass verkeimtes Wasser in einer toten Leitung Schuld daran ist.

Jetzt müssen technische Büros und der Fachbereich Sanitär vom Facility Management des Bezirksamtes erneut auf Suche gehen. Denn erst, wenn das Gesundheitsamt die Mensa frei gibt, kann der Neubau betriebsfertig übergeben werden.

Der 1,5 Millionen Euro teure Mensabau stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Erst wurde das Projekt 2012 wieder aus der Investitionsplanung des Bezirks gestrichen. Dann musste der Rohbau zwei Mal ausgeschrieben werden, weil das günstigste Firmenangebot beim ersten Mal teurer war als kalkuliert. Die zweite Ausschreibung endete dann allerdings ähnlich hoch. Im April 2014 rückten dann endlich die Bagger an. Doch kurze Zeit später mussten die Bauarbeiten vier Wochen ruhen, weil in knapp fünf Metern Tiefe eine metallische Anomalie entdeckt wurde. Die entpuppte sich glücklicherweise als ein harmloser Haufen Schrott. uk
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