Vor 50 Jahren Abitur gemacht: Wiedersehen am ehemaligen Kant-Gymnasium

Vor 50 Jahren haben hier die ehemaligen Kantianer Abitur gemacht. (Foto: Christian Schindler)

Spandau. Vor 50 Jahren haben sie hier Abitur gemacht. Jetzt haben sich ehemalige Kant-Schüler an ihrem alten Gebäude an der Carl-Schurz-Straße 59 am 24. Februar wieder getroffen.

Schon von außen wissen sie noch, wo sich einst Chemie- und Physiksaal befunden haben. Aus Berlin sind sie gekommen, aus Spandau selbstverständlich, aber auch aus Nordrhein-Westfalen. Bei früheren Klassentreffen, die die ehemaligen Kantianer regelmäßig veranstalteten, kamen auch ehemalige Mitschüler aus Übersee.

Als es fürs nachäffen noch eine Schelle gab

Elmar Koch, der das Treffen mit organisierte, hat an den Physiksaal nicht nur gute Erinnerungen. Ein Lehrer hat ihm dort einmal eine Schelle verpasst. Der Pädagoge hatte eine besonders betonte Aussprache, und die machte Koch irgendwann einfach nach – mit der nicht so schönen Konsequenz. Auch wenn die Zeit des Abiturs 1967 in die beginnende Studentenbewegung fiel, in den Schulen war sie noch nicht angekommen. So war es selbstverständlich, dass Gymnasiasten Krawatten trugen. Die Erinnerung an Fotos von Klassentreffen im entsprechenden Outfit ruft auch bei den damals Fotografierten heute eher Schmunzeln hervor.

So eine richtige Feuerzangenbowle-Truppe seien sie nicht gewesen, versichern die Schüler von damals. Aber immerhin: Im Religionsunterricht sorgte einmal ein im Schrank versteckter Schüler für Unruhe, und eine Lehrerin, die sich gewohnheitsmäßig an die Fensterbank lehnte, trat dort einmal auf einen zuvor platzierten Nagel. Auch wenn die Kant-Schüler ihre Schulzeit als zwiespältig in Erinnerung haben – der Zusammenhalt zählt bis heute. CS
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