Anwohnerbeobachtung stoppt Serientäter: Überfälle auf Kino und Tankstellen

Spandau. Ein aufmerksamer Anwohner des Brunsbütteler Damms hat der Polizei am frühen 15. Februar möglicherweise die Aufklärung einer ganzen Raubserie ermöglicht.

Der Anwohner beobachtete gegen 1 Uhr zwei maskierte Männer, die in Richtung einer Tankstelle liefen, dann jedoch von ihrem mutmaßlichen Raubzug abließen. Sie entledigten sich ihrer Maskierung und versteckten sich hinter einem geparkten Fahrzeug. Zwei weitere Personen, vermutlich Komplizen, blieben auf der anderen Straßenseite stehen.

In der Zwischenzeit hatten sich Zivilfahnder den Verdächtigen genähert. Das verdächtige Quartett begab sich dann in ein Café in der Wilhelmstraße, wo die Polizisten die Heranwachsenden im Alter von 17 bis 20 Jahren sowie einen weiteren 18-Jährigen vorläufig festnahmen.

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen des Raubkommissariats der Polizeidirektion 2 konnten daraufhin insgesamt zehn vom 28. Dezember 2016 bis zum 10. Februar 2017 verübte Überfälle zugeordnet sowie zwei weitere 17-jährige Mittäter ermittelt werden. Betroffen von den Straftaten waren unter anderem drei Tankstellen, ein Kino, eine Videothek, einen Getränkemarkt sowie ein Supermarkt. Bei den Durchsuchungen der Wohnungen wurde weiteres Beweismaterial gefunden.

Die beiden 17-jährigen Mittäter, ein 18-Jähriger sowie ein weiterer 17-Jähriger wurden einem Richter zum Erlass von Haftbefehlen überstellt. Die übrigen Komplizen wurden zunächst auf freien Fuß gesetzt. CS
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