Gefangenenbefreiung im Stresow-Kiez scheitert

Spandau. Nur mit vereinten Kräften konnten mehrere Polizeibeamte am 14. Februar gegen 0.50 Uhr im Stresow-Kiez drei aggressive Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren bändigen. Drei Beamte wurden dabei verletzt.

Ein Zeuge hatte die Polizei gerufen, weil an der Grunewaldstraße ein Unbekannter mehrere Motorräder umgeworfen und beschädigt hatte. Der Zeuge gab an, dass der Täter in eine gegenüberliegende Bar geflüchtet sei. Die Polizisten konnten in der Bar jedoch niemanden finden, auf den die Beschreibung zutraf. Während der Schadensaufnahme an den Motorrädern kam ein junger Mann aus der Bar auf die Beamten zu und begann sofort, diese zu beleidigen.

Mehrmals forderten die Polizisten ihn erfolglos auf, die polizeilichen Maßnahmen nicht zu stören. Auch einem Platzverweis kam der 18-Jährige nicht nach. Als einer der beiden Beamten den Mann daraufhin ein Stück beiseite drängte, schlug dieser den Beamten ins Gesicht. Der aggressive Mann ging immer wieder auf ihn los. Den beiden Polizisten gelang es schließlich, den 18-Jährigen zu bändigen. Der schlug auch dann noch heftig um sich, trat die Beamten und beleidigte sie fortwährend.

Derweil kamen aus der Bar immer mehr Personen und umringten die Beamten. Zwei 18- und 20 Jahre alte Männer traten ebenfalls auf die Polizisten ein und versuchten, den Festgenommenen zu befreien. Erst nach dem Eintreffen weiterer Polizeibeamter konnte die Situation beruhigt werden. Der bei der Polizei bereits als Intensivtäter bekannte 18-Jährige wurde wegen Widerstands, Körperverletzung und Beleidigung vorläufig festgenommen. Gegen die beiden anderen Männer wurden Ermittlungen wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet.


Michael Uhde / Ud
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